Kleiner Mann – was nun?

Freitag, 18.11.2016 14:40 von

Herr K. macht sich Sorgen um die Zukunft. Nach US-Präsidentschaftswahl denkt er darüber nach, was sich alles in der Welt verändern könnte. Er fragt sich: Dreht nach Großbritannien und den USA bald auch Deutschland durch?

Seit der Immobilienunternehmer Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, macht sich Herr K. gewisse Zukunftssorgen. Nicht weil Herr Trump jetzt der Nato den Krieg erklären, jeden Morgen einen Moslem verspeisen oder eine Mauer zu Mexiko bauen könnte. Davor wird ihn schon irgendwer zurückhalten. Oder?

„Die Amerikaner sind komisch”, sagt seine Frau. „Sie zünden das halbe Morgenland an, neigen zur Fettleibigkeit und knüllen Toilettenpapier, statt es zu falten. Jetzt haben sie eben einen Vollpfosten als Regierungschef.” Sie hat kein Mitleid. Was indes Herrn K. sehr zu denken gibt: Es heißt jetzt immer, dass Herr Trump die Rache am Establishment sei. Und wer ist, bitte schön, mehr Establishment als Herr K.?

Er ist Führungskraft im mittleren Management, Mitte 40, Akademiker, solvent, Besitzer eines Eigenheims mit Fußbodenheizung, Induktionsherd und Roche-Bobois-Sofas. Werden also auch er und seine Familie bald weggefegt vom Sturm der Geschichte? Trampeln bald arbeitslose Eiferer aus dem Bildungsprekariat im Auftrag der AfD den Rasen-Roboter in seinem Garten nieder und fackeln die Doppel-Garage mit dem teuren Hörmann-Rolltor ab? Kurz: Dreht nach Polen, Ungarn, Großbritannien und den USA bald auch Deutschland durch?

Das mit dem Establishment ist eine komische Sache. Herr K. dachte bislang, dass der Immobilien-Milliardär Trump auch dazugehört: weiß, männlich, alt, reich. Mehr Establishment geht doch nicht. Aber anscheinend gibt es mehrere Establishments. Je nachdem, wer gerade wen attackiert, wird das immer anders definiert.

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