Top-Thema

09:22 Uhr +0,06%
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax ruht sich nach rasanter Woche aus

Kleine Firmen fallen bei der Digitalisierung zurück

Dienstag, 15.11.2016 16:40 von

Eine aktuelle Studie zeigt: In der Elektroindustrie beschleunigen die Großkonzerne die Digitalisierung, während sich die mittelständischen Unternehmen zurückhalten. Der Branchenverband fordert den Breitbandausbau.

Siemens hat es gerade erst vorgemacht: Am Montag gab der Elektrokonzern den Kauf des amerikanischen Industriesoftware-Spezialisten Mentor Graphics für 4,5 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (4,2 Milliarden Euro) bekannt. Die Neuerwerbung aus den USA soll den Umbau des Münchner Traditionskonzerns in ein Digital-Unternehmen noch einmal beschleunigen. Bei diesem Tempo der Konzerne wie Siemens (Siemens Aktie) oder Bosch - und deren finanziellen Möglichkeiten - kommen viele kleine Firmen der Elektroindustrie nicht mit. Das ergab eine am Dienstag in Frankfurt vorgelegte Studie von Fraunhofer ISI und IW Consult im Auftrag des Branchenverbandes ZVEI. „Die Digitalisierung des Mittelstandes ist eine große Herausforderung“, sagte der Präsident der ZVEI, Michael Ziesemer. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Schere zwischen kleinen und großen Unternehmen öffne.

Mit gut 90 Prozent der Firmen unter 500 Beschäftigten ist die deutsche Elektroindustrie sehr mittelständisch geprägt. Schaffen diese Unternehmen den Anschluss nicht, drohen sie auch im internationalen Wettbewerb zurückzufallen. Wer sich dem Wandel nicht stelle, bekomme ein Problem, sagte Ziesemer. „Wir müssen dafür sorgen, dass die digitale Herausforderung auch von den kleinen Unternehmen angegangen wird. Die Digitalisierung ist eine Schicksalsfrage für die gesamte deutsche und europäische Industrie.“

Noch ist diese Botschaft bei vielen kleineren Firmen nicht angekommen. So richten gerade einmal 20 Prozent von ihnen laut der Studie ihre Firmenstrategie auf die digitale Transformation aus – gegenüber 45 Prozent bei den großen Unternehmen. Und während weniger als zehn Prozent der Großen den Nutzen der digitalen Vernetzung infrage stellt, sind es bei den kleinen Mittelständlern noch rund ein Fünftel.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.