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Klassiker mit Tücken

Samstag, 12.11.2016 15:40 von

Sie sind die Favoriten unter den Indexfonds und auf den ersten Blick eine narrensichere Methode, um breit gestreut in Aktien zu investieren. Ganz so einfach, wie Anbieter gerne sagen, sind Aktien-ETFs allerdings nicht.

Im hektischen Alltag an den Finanzmärkten hilft es manchmal, einen Schritt zurückzutreten und das große Bild zu betrachten. Beim Blick auf den Verlauf des deutschen Aktienindex Dax 30 in den vergangenen zehn Jahren wird klar: Trotz Finanz- und Euro-Schuldenkrise, trotz schwächelnder Konjunktur ging es nach oben. Insgesamt stieg das deutsche Aktienmarktbarometer in diesem Zeitraum um 66,6 Prozent. Wer vor zehn Jahren 100 Euro in den Dax investiert hat, hat also heute 166,60 Euro im Portemonnaie.

Anbieter börsengehandelter Indexfonds (ETFs) weisen gern darauf hin, dass die Aktienmärkte nach Einschätzung vieler Ökonomen auf lange Sicht nur eine Richtung kennen: aufwärts. Ihre Argumentation: Wer nicht auf das Bauchgefühl eines Fondsmanagers vertraut, sondern auf die Dynamik der Märkte setzt und passiv in einen Index investiert, kann nur gewinnen. Langfristig gelte: Markt schlägt Manager. Das stimmt allerdings nicht immer, wie Zahlen der Fondsratingagentur Morningstar zeigen.

Zur Erinnerung: Der Dax legte in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr um 5,2 Prozent zu. Deutsche Standardwertefonds entwickelten sich im selben Zeitraum im Schnitt fast genauso wie der Markt. Sie stiegen pro Jahr nach Kosten um durchschnittlich 5,3 Prozent. ETFs schafften es dagegen nicht immer, den Dax so zu verfolgen, wie sie es eigentlich sollten. So legte etwa ein Dax-ETF aus dem Hause iShares in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr nur um fünf Prozent zu und schnitt damit sowohl schlechter ab als der Index als auch schlechter als viele aktiv verwaltete Fonds.

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