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Klage gegen UBS-Banker nach Verkauf von Steuer-CD

Dienstag, 06.09.2016 17:20 von

Juristisches Nachspiel für den Verkauf einer CD an die deutschen Behörden: Die Schweizer Bundesanwaltschaft wirft einem Ex-Mitarbeiter der Bank UBS vor, das Geschäfts- und Bankgeheimnis verletzt zu haben.

Der Verkauf einer CD mit Informationen über Steuersünder an die deutschen Behörden hat für den Datendieb ein juristisches Nachspiel: Die Schweizer Bundesanwaltschaft wirft dem Ex-Mitarbeiter der Großbank UBS vor, Geschäftsgeheimnisse anderen zugänglich gemacht zu haben. Die Anklage laute unter anderem auf Verletzung des Geschäfts- und Bankgeheimnisses, erklärte die Behörde am Dienstag. Sie bestätigte damit einem Bericht des „Tages-Anzeiger“. Die Bundesanwaltschaft habe die Anklageschrift im Juli beim Bundesstrafgericht eingereicht.

Im Kern geht es dabei um Datensätze zu insgesamt 3,5 Milliarden Franken schweren Kundenvermögen, das der ehemalige UBS-Mitarbeiter an Nordrhein-Westfalen verkauft hat. Die Großbank hatte in diesem Zusammenhang für einen Abschluss des Steuersünder-Verfahrens bei der Staatsanwaltschaft Bochum rund 300 Millionen Euro bezahlt. UBS wollte sich zu der Anklage gegen den Ex-Mitarbeiter nicht äußern.

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