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Kirche: Rentenreform muss Altersarmut vorbeugen

Freitag, 18.11.2016 19:49 von

BONN (dpa-AFX) - Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) steht einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters aufgeschlossen gegenüber. Die Vollversammlung des ZdK begrüßte am Freitag in Bonn in einer Erklärung das Hochsetzen des Rentenbeginns auf 67 Jahre bis zum Jahr 2030. Weitere Erhöhungen sollten unter Berücksichtigung der veränderten Lebenserwartung kontinuierlich geprüft werden, hieß es. Voraussetzung sei aber, dass die Menschen auch bis zum Renteneintritt am Erwerbsleben teilnehmen könnten.

In der Erklärung mit dem Titel "Generationengerechtigkeit, Solidarität und Eigenvorsorge - Sozialethische Anforderungen an eine Alterssicherung in der Lebens- und Arbeitswelt von morgen" fordert das ZdK, die anstehenden Reformen im Rentensystem müssten Altersarmut vorbeugen und den erarbeiteten Lebensstandard der Menschen sichern. Nur so könne das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Alterssicherungssysteme erhalten bleiben.

Es müsse sich weiter lohnen, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, so das Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Das System verliere seine Legitimität, wenn langjährige Versicherte mit durchschnittlichen Beitragszahlungen im Rentenalter Leistungen aus der staatlichen Grundsicherung beziehen müssten und somit anderen gleichgestellt seien, die kaum für ihr Alter vorgesorgt hätten.

Das ZdK sprach sich dafür aus, ein Mindestrentenniveau auch über das bisher festgelegte Jahr 2030 hinaus zuzusichern. Damit solle für die jüngeren Generationen ein verlässliches Einkommen im Alter gewährleistet und ihre Bereitschaft erhalten werden, weiter in die Rentenversicherung einzuzahlen. Zugleich müssten aber die Grenzen der Belastbarkeit durch Sozialversicherungsbeiträge beachtet werden./sk/DP/stb