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KiK prüft 'Trump-Folgen' vor möglicher US-Expansion

Mittwoch, 23.11.2016 13:43 von

BÖNEN (dpa-AFX) - Vor einer möglichen Expansion in die USA will der Textildiscounter KiK zunächst die möglichen Folgen des Wahlsiegs von Donald Trump in einem Gutachten klären lassen. Man werde zunächst "abwarten, ob es irgendwelche Investitionshemmnisse für Ausländer gibt", kündigte der seit dem Jahresbeginn amtierende KiK-Chef Patrick Zahn im Gespräch mit dem "Westfälischen Anzeiger" (Mittwoch) an.

Der zum Tengelmann-Konzern gehörende Textildiscounter betreibt derzeit europaweit 3360 Filialen, davon 2541 in Deutschland. Zahn kündigte eine weitere Expansion an. Ziel sei es zunächst, die Zahl der Läden auf 5000 zu erhöhen. "Und wenn wir das erreicht haben, werden es sicher 7000", sagte er.

Bei einem möglichen Markteintritt in den USA denke das Unternehmen zunächst über "Testläufe" mit zunächst 20 bis 25 Filialen im Mittleren Westen nach. Davon könne dann abhängen, ob es ein größeres Engagement geben werde.

Außerdem will das Unternehmen mit einem Renovierungsprogramm dem Billig-Image den Kampf ansagen. Ähnlich wie bei den Discountern Aldi und Lidl wolle man sich damit auf "deutlich veränderte" Erwartungen der Kunden einstellen, so der KiK-Chef. "Der Kunde akzeptiert eine nicht ansprechende Darstellung der Ware nicht mehr", sagte Zahn.

Bis zum Jahresende solle die Umstellung der Filialen nach dem neuen Konzept abgeschlossen sein, sagte eine Sprecherin. Geplant sei unter anderem ein Verzicht auf Teppichböden in den Filialen, eine bessere Warenpräsentation und ein silberfarbenes Unternehmenslogo.

An der Preisgestaltung werde sich zunächst jedoch nichts ändern, so die Sprecherin. Vor allem aufgrund des Dollarkurses sei es derzeit jedoch schwierig, die Preise zu halten, sagte Zahn./uta/DP/enl