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Keine Lösung in Sicht – kein Streik am Sonntag

Samstag, 26.11.2016 12:00 von

Am Samstag wird noch gestreikt, am Sonntag nicht mehr. Doch auch am vierten Tag des Pilotenstreiks ist eine Lösung im Tarifkonflikt nicht absehbar. Die Fronten sind verhärtet – und die Geduld neigt sich dem Ende zu.

Die Lufthansa (Lufthansa Aktie) rechnet am vierten Tag des Pilotenstreiks trotz Flugausfällen mit einem geordneten Ablauf an den Flughäfen. „Der Sonderflugplan wird stabil abgeflogen“, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstagmorgen. Wie bereits in den vergangenen Tagen können Tausende Passagiere nicht in ihr Flugzeug steigen, insgesamt fallen am Samstag 137 Flüge aus. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verlangt für die rund 5400 Piloten der Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings Tariferhöhungen von insgesamt 22 Prozent.

Am Freitag hatte das Unternehmen mit einem umfassenden Angebot versucht, die Piloten zurück an den Tisch zu holen, doch die Gewerkschaft lehnte die Offerte ab. Wie eine Lösung aussehen könnte, ist damit weiter offen. Unklar ist, wann die Piloten erneut zum Ausstand aufrufen werden - denkbar ist bereits der Montag.

Aus Sicht der Piloten war das erneuerte Angebot der Lufthansa keine Grundlage für neue Gespräche. „Das ist alter Wein in neuen Schläuchen“, sagte ein VC-Sprecher am Freitagabend. Die Inhalte des Angebots habe Lufthansa bereits vor zwei Monaten auf den Tisch gelegt, in Wahrheit gehe es nicht um ein neues Angebot. „Im Ergebnis heißt das „rechte Tasche-linke Tasche“ und ist kein Versuch zu Ergebnissen zu kommen, sondern ein PR-Schachzug“, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg einer Mitteilung zufolge.

Die Airline hatte zuvor ein Angebot gemacht, das neben höheren Gehältern und Jobgarantien auch Lösungsvorschläge für weitere offener Tarifthemen enthält. Im Einzelnen sah das Angebot 4,4 Prozent Gehaltsteigerungen in zwei Stufen bis Mitte 2018 vor.

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