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Kein Pharma-Sparkurs – Monsanto wollte Agrarsparte kaufen

Donnerstag, 13.10.2016 12:20 von

Trotz der geplanten Übernahme des US-Konzerns Monsanto (Monsanto Aktie) will sich der Leverkusener Bayer-Konzern auch im Pharmageschäft verstärken.

„Bayer kann im Gesundheitsgeschäft durchaus über ergänzende Zukäufe reden – aber natürlich nicht im zweistelligen Milliardenbereich“, sagte Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning der WirtschaftsWoche. Große Transaktionen seien erst mittelfristig wieder möglich. „In den nächsten Jahren geht es für Bayer (Bayer Aktie) vor allem darum, die Schulden zurückzuzahlen. Danach ist das Unternehmen finanziell ganz anders aufgestellt und kann auch im Gesundheitsgeschäft wieder aktiv akquirieren“ sagte Wenning. Einen Sparkurs in der Pharmasparte werde es wegen der Monsanto-Übernahme nicht geben. „Die Befürchtungen sind falsch“, sagte Wenning.

Wenning zeigte sich davon überzeugt, dass der Kauf von Monsanto nicht an den Kartellbehörden scheitern wird. „Wir haben die gesamte Transaktion sehr intensiv geprüft. Bei den Produkten von Bayer und Monsanto gibt es wenige Überschneidungen, und regional ergänzen sich beide Unternehmen gut. Wir gehen davon aus, dass wir unseren Plan umsetzen“, sagte er. Kritik von Umweltschützern und Bauernvertretern wies er zurück. Die Märkte in den USA, Indien, China, Brasilien, Argentinien und Europa seien unterschiedlich „Bayer wird jeweils nur das anbieten, was gesellschaftlich gewollt ist“, sagte Wenning.    Erstmals bestätigte Wenning, dass Monsanto ursprünglich das Agrargeschäft von Bayer übernehmen wollte: „Sicherlich hätte Monsanto-Chef Hugh Grant  es lieber umgekehrt gesehen und unser Agrargeschäft übernommen. Aber so ist es nun mal nicht gekommen“, sagte Wenning. Mit dem  Kaufpreis von 66 Milliarden Dollar (Dollarkurs) – 128 Dollar je Aktie – zeigte der Bayer-Aufsichtsratschef  sich sehr zufrieden: „Wer hätte denn vorher gedacht, dass wir zu einem Preis von weniger als 130 Dollar je Aktie abschließen?“, sagte er. Bayer sei mitnichten über den Tisch gezogen worden.

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