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Kehrt die Inflation zurück?

Montag, 28.11.2016 18:00 von

Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis beschäftigt sich mit den Aussichten von inflationsgesicherten US-Staatsanleihen. Nur ein wichtiger Punkt hält von einem Investment in solche Vehikel ab.

Es ist eine der aktuellen Top-Empfehlungen von Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) für das kommenden Jahr: Inflationsgesicherte US-Staatsanleihen erscheinen nach Einschätzung der Investmentbank derzeit besonders aussichtsreich. Solche speziellen Produkte sollen verlässlich vor Vermögensverlusten durch Inflation schützen. Denn je höher die Teuerungsraten, desto höher auch die Zinszahlungen dieser Anlagevehikel.

Anleger aus dem Euro-Raum können mit dem Kauf solcher Papiere sogar automatisch davon profitieren, wenn sich eine weitere Prognose der Goldman-Experten bewahrheiten sollte: Eine Fortsetzung der momentanen Dollar-Aufwertung. Die Strategen des Wall Street-Hauses rechnen mit einem weiteren Anstieg des Wechselkursen zum Euro. Der solide Zustand der US-Wirtschaft, eine weniger expansive Geldpolitik in den USA und wachsende politische Risiken in Europa sprächen für den Greenback.

In beiden Punkten stimme ich nicht ganz mit den Bankern überein. So können inflationsgeschützte Anleihen in der Theorie zwar eine interessante Depotbeimischung sein. Was mich in der Praxis aber vor einem Engagement besonders abhält, ist ein gewisses Misstrauen gegenüber der Verlässlichkeit offiziell ermittelter und publizierter Inflationsmesszahlen, an die die Zinskupons gekoppelt sind.

Bei der Währungswette, die Goldman Sachs vorschlägt, teile ich die Auffassung der Fachleute nur auf kurze Sicht: Falls der US-Dollar im Verhältnis zur europäischen Gemeinschaftswährung tatsächlich weiter aufwertet, wird sich diese Entwicklung im Jahresverlauf vermutlich wieder umkehren - spätestens, wenn die Europäische Zentralbank den Einstieg in den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm signalisiert.

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