Kaufen, wenn Rom untergeht?

Montag, 28.11.2016 15:20 von

Scheitert das Referendum in Italien, ist das nicht für alle Investoren ein Weltuntergang. Im Gegenteil: Viele Anleger würden ein „Nein“ als Einstiegschance sehen. Und haben bereits einige Aktien auf ihrem Einkaufszettel.

Während die meisten Börsianer vor einem Scheitern des Referendums in Italien bibbern, lassen sich einige Anleger nicht von der allgemeinen Nervosität der Märkte vor der nahenden Abstimmung aus der Ruhe bringen. Für sie wäre eine Ablehnung der Reformen am Sonntag nicht der Untergang Roms. Sie sehen mögliche Kurskapriolen nach einem „Nein“ der Italiener eher als Einstiegschance, auch bei den angeschlagenen Finanzwerten des Landes.

„Man kann Krisen nicht entgehen, sie aber zum eigenen Vorteil nutzen“, betont Umberto Borghesi vom britischen Vermögensverwalter Albemarle. „Die Stimmung wird ein, zwei oder drei Monate umschlagen. Ein Sieg des „No“-Lagers ist aber keine Katastrophe.“ Albemarle will vier Tage vor dem für den 4. Dezember angesetzten Referendum einen neuen Fonds für italienische Aktien auflegen und dafür 60 Millionen Euro einsammeln.

Gilles Guibout, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Axa (AXA Aktie) Investment Managers, rät zur Besonnenheit. „Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone oder ein Banken-Kollaps sind zu große Gefahren, um sie passieren zu lassen.“ Den italienischen Banken bleibe längerfristig nichts anderes übrig, als zu fusionieren und ihre Ertragskraft zu steigern. Daher halte er mit seinem Italien-Fonds an Finanzwerten fest, obwohl diese wohl am stärksten unter einem möglichen Aktien-Ausverkauf leiden würden. „Wir treffen unsere Investitionsentscheidungen mit Blick auf die Entwicklung der kommenden drei Jahre, nicht der kommenden drei Wochen.“

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