Kampf um die Rosinen

Samstag, 17.09.2016 08:20 von

Großbritannien wird trotz Brexit weiter fleißig in die EU einzahlen, da sind sich die Ökonomie-Experten einig. Der Verteilungskampf wird spannend: Statt den Briten könnte nun die EU nach den saftigsten Rosinen greifen.

Für David Marsh hat sich der Brexit gelohnt. 200 Pfund hat er bei einem Online-Buchmacher auf den Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union gesetzt. 600 Pfund hat er am Ende gewonnen. Ein Freund habe ihm von der Wettmöglichkeit erzählt. Das habe er einfach mal ausprobieren wollen. Und so hat der Ex-Journalist und Ex-Banker, der beim Referendum selbst für den Verbleib der Briten in der Europäischen Union gestimmt hat, einfach mal auf den Brexit gewettet. Mit Erfolg. „600 Pfund, das ist doch schon eine ganze Menge Geld“, scherzt Marsh.

Doch dann hört der Spaß auf. Schließlich ist Marsh zum Forum Wirtschaft in die Zentrale der Deutschen Börse nach Eschborn gekommen, um mit Allianz Chefvolkswirt Michael Heise, DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben und ZEW-Präsident Achim Wambach über die langfristigen Konsequenzen des Brexit-Votums zu diskutieren.

Und die Entscheidung steht fest. „Brexit bedeutet Brexit“, unterstrich die neue britische Premierministerin jüngst Ende August. Nur wie das am Ende funktionieren wird, weiß sie vermutlich selbst noch nicht. Die Bande zum Kontinent wird sie wohl nicht komplett kappen können. Zu wichtig sind die Wirtschaftsbeziehungen. „Von den britischen Exporten gehen fast 50 Prozent in die EU. Das ist kein Pappenstiel“, sagt Chefvolkswirt Heise von der Allianz (Allianz Aktie).

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