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Kammern kritisieren zu wenig Unterricht in Berufsschulen

Freitag, 30.09.2016 13:41 von

HANNOVER (dpa-AFX) - Niedersachsens Wirtschaft sieht bei der dualen Ausbildung vor allem in Berufsschulen akuten Verbesserungsbedarf. An den Schulen gebe es zu wenig Unterricht, die Unterrichtsversorgung liege bei unter 90 Prozent, teilte die der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) am Freitag mit. "Das ist nicht tragbar und muss unverzüglich geändert werden", sagte NIHK-Hauptgeschäftsführerin Susanne Schmitt. Eine Karriere als Berufsschullehrer müsse attraktiver gemacht werden, um Engpässe bei der Nachwuchssicherung zu schließen.

Mit Blick auf den technologischen Wandel sei ein anpassungsfähiges Bildungssystem Voraussetzung dafür, Fachkräfte für die Betriebe auszubilden. Wichtig seien zudem kurze Wege für die Auszubildenden sowie die enge Verzahnung von Betrieb und Berufsschule. Die Duale Ausbildung sei eine Trumpfkarte der deutschen Wirtschaft. "Hier sehen wir mit Sorge, dass die Wertschätzung dieses in der Welt einmaligen Erfolgsmodells nicht der tatsächlichen Bedeutung entspricht", erklärte Schmitt./rek/DP/tos