K+S: da läuft derzeit nicht alles rund

Mittwoch, 21.09.2016 14:28

Kommentar von Ethan Kauder

Robert Sasse: Herr Kauder, vor kurzem konnte Entwarnung hinsichtlich des K+S-Chefs Norbert Steiner gegeben werden. Er wird nun doch keine Anklage wegen einer unzulässigen Abwasserentsorgung fürchten müssen, wie das Landgericht in Meinigen entschieden hatte. Doch der Aktienkurs steht weiter unter Druck.

Ethan Kauder: Diese Nachricht konnte kaum für eine Erholung des Aktienkurses sorgen. Die Anleger waren verunsichert, weil es bei der kanadischen Legacy-Mine zu Verzögerungen gekommen war. Letzte Woche hatte das Kasseler Unternehmen dann endlich doch gemeldet, dass die ersten Waggons unterwegs sind. Ab nächstem Jahr sollen in der Mine 2 Millionen Tonnen Kali pro Jahr produziert werden.

Robert Sasse: Haben auch die negativen Analysteneinschätzungen zu den Kursverlusten bei der K+S-Aktie beigetragen?

Ethan Kauder: Mit Sicherheit. Der negative Newsflow hat sich verschärft. Der Rohstoffsektor bleibt vielen Herausforderungen ausgesetzt. Ob sich der Preiskampf weiter verschärfen wird, muss zunächst einmal abgewartet werden.

Robert Sasse: Wie stehen Sie zur aktuellen Analyse der Citigroup, die dem K+S-Titel ein Kursziel von lediglich 5 Euro attestiert?

Ethan Kauder: Nun, es gibt einige Experten, die das Kursziel unter dem aktuellen Niveau angesiedelt haben. Die Citigroup stapelt mit ihren 5 Euro natürlich besonders tief. Im Fokus der Studie stehen auch die von uns bereits erwähnten Probleme mit der Legacy-Mine in Kanada. Doch diese Problematik dürfte meiner Meinung nach bereits eingepreist sein. Dass die Aktie so weit nachgibt, kann ich mir kaum vorstellen. Schließlich wissen die Anleger ja schon länger von den Verzögerungen.

Robert Sasse: Aber es könnte schon zu weiteren Kursverlusten kommen, die HSBC sieht das Kursziel auch nur bei 15,50 Euro und gibt zugleich die Einstufung „Reduce“ aus.

Ethan Kauder: Wenn Sie mich fragen, so kommt bei K+S sehr viel auf das zweite Halbjahr an. Die Anleger werden erwarten, dass eine Verbesserung gegenüber zum zweiten Quartal eintritt. Ist das jedoch nicht der Fall, dann werden wir wohl eine Verkaufswelle erleben. Das von der HSBC genannte Kursziel wäre dann wirklich alles andere als unrealistisch.

Robert Sasse: Herr Kauder, vielen Dank für das Gespräch.

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