K+S: Absolut vernichtend

Dienstag, 20.09.2016 03:11

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

dieses Kursziel nenne ich mal absolut vernichtend: Die Citigroup sieht den Düngemittelkonzern K+S doch tatsächlich bei einem Kurswert von 5 Euro! Erst einmal tief durchatmen, liebe K+S-Aktionäre: die Commerzbank, HSBC und Kepler Cheuvreux haben zum Glück (noch) eine völlig andere Sicht auf die Lage. Der Trend ist nichtsdestotrotz unverkennbar. Die Experten kürzen immer mehr ihre Kursziele ein und sehen den Konzern teilweise unter dem jetzigen Kursniveau.

Diese Analyse ist mir ein Rätsel

Zunächst einmal zur Einschätzung der Citigroup: Als Begründung für ihr Kursziel erwähnen die Analysten beispielhaft die Probleme bei der Inbetriebnahme der kanadischen Kali-Mine. Aber diese halbjährige Verzögerung ist bereits seit geraumer Zeit bekannt. Auch der niedrige Kalipreis und die offene Frage der Versenkgenehmigung sind schon in den aktuellen Kurswert eingeflossen. Wie soll er nun noch auf 5 Euro fallen? Weiß die Citigroup mehr als die Öffentlichkeit? Oder geht sie von einer drastischen Kapitalerhöhung aus, die den Kurswert verwässern würde? Mir ist das Urteil auf jeden Fall ein Rätsel.

Ein Abwärtsstrudel möglich

Etwas realistischer nimmt sich in meinen Augen die Studie der HSBC aus. Sie spricht von einem Kursziel in Höhe von 15,50 Euro und gibt die Empfehlung „Reduce“. Dieser Wert liegt zwar ebenfalls deutlich unter dem jetzigen Preis. Doch wenn sich die Ergebnisse von K+S in der zweiten Jahreshälfte nicht merklich gegenüber dem zweiten Quartal verbessern und die Genehmigungsfrage weiterhin ungeklärt bleiben sollte, könnte die Aktie tatsächlich noch in solch einen Abwärtsstrudel geraten.

Anlass für verhaltenen Optimismus

Die Commerzbank hingegen sieht Anlass für verhaltenen Optimismus. Die Ablehnung der Klage durch die Staatsanwaltschaft Meiningen erspart dem Konzern zum einen ein hohes Bußgeld. Zum anderen könnte die Entscheidung ein Fingerzeig sein, dass sich die Politik in Sachen Genehmigung auf K+S zubewegt. Doch gleichzeitig warnt die Commerzbank, dass der jetzige Zustand weitere Produktionsausfälle zur Folge haben könnte. Denn solange noch keine endgültige Einigung erzielt ist, wird der Wasserstand der Werra quasi Schicksal spielen. Deshalb bleibt die Bank bei einem Kursziel von 18,50 Euro.

Kepler Cheuvreux geht die Sache noch etwas forscher an und spricht sogar eine Kaufempfehlung für K+S mit einem Kursziel von 22 Euro aus. Auch hier heben die Analysten die Bedeutung der abgewiesenen Klage hervor. Dies könnte aus Sicht der Analysten bedeuten, dass eine Versenkgenehmigung noch in diesem Jahr erteilt wird. Dann wäre K+S seine ärgsten Sorgen los.

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