Joe Kaeser bringt die „Healthineers“ an die Börse

Donnerstag, 10.11.2016 08:40 von

Der IPO der Siemens-Medizintechnik wird konkreter: Vorstandschef Kaeser kündigt eine baldige Erstnotierung an. Zugleich legt Siemens (Siemens Aktie) Jahreszahlen vor: Die Dividende steigt – und die Prognose liegt über der des Vorjahres.

Der Siemens-Konzern bereitet einen der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren vor: Vorstandschef Joe Kaeser will die Medizintechniksparte „Healthineers“ an die Börse bringen. Die hochprofitable Sparte kam zuletzt auf 13,8 Milliarden Euro Umsatz.

Kaeser hat die Nachricht zur Bilanz-Pressekonferenz in der neuen Konzernzentrale in München mitgebracht. Finanzvorstand Ralf Thomas betonte, das Geschäft solle „unter dem Dach von Siemens“ weitergeführt werden. Ein Vergleich mit der Lichttochter Osram, von der sich Siemens bis auf eine Restbeteiligung getrennt hat, sei falsch. Der Investitionsbedarf in der Branche sei groß, zudem müsse man auf Kundenbedürfnisse immer schneller reagieren.

Siemens will sich also mehr Flexibilität verschaffen. „Siemens Healthineers hat bereits Marktanteile gewonnen und verfügt über ein hervorragendes Portfolio an Spitzentechnologien, das wir weiter ausbauen“, sagte Kaeser. Einen Zeitpunkt für den Börsengang nannte Siemens nicht. Das hänge unter anderem vom Börsenumfeld ab.

Der Schritt kommt nicht überraschend. Siemens hatte die Sparte verselbstständigt, ein Börsengang galt als wahrscheinlichste Variante. Nach Informationen des Handelsblatts soll ein chinesischer Investor in einem Brief angefragt haben, ob die Medizintechnik zu kaufen sei. Er sei aber „abgeperlt“.

Die Geschäfte bei Siemens liefen zuletzt trotz des schwierigen Umfelds gut – Kaesers Umbau zeigt Wirkung. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2015/16, das am 30. September endete, um vergleichbar vier Prozent auf 79,6 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte ebenso stark auf 86,5 Milliarden Euro zu. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war eines der stärksten in der Geschichte unseres Hauses, ohne Berücksichtigung von Beteiligungsverkäufen sogar das beste“, sagte Kaeser.

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