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Japans Notenbankchef hält an seinem Kurs fest

Montag, 05.09.2016 13:40 von

Marktbeobachter fürchten, die japanische Notenbank könnte am Ende ihrer geldpolitischen Möglichkeiten sein. Japans Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda sieht das ganz anders.

Haruhiko Kuroda, der Gouverneur der Bank von Japan, bekommt derzeit viel Aufmerksamkeit von den Märkten. Am 21. September will Japans Notenbank eine Auswertung ihrer expansiven Geldpolitik vorlegen, den Großeinkauf von Staatsanleihen und negative Zinsen inklusive. Am Montag erteilte Kuroda nun allen Forderungen nach einer drastischen Wende seiner Geldpolitik eine Absage.

Ziel sei es, so schnell wie möglich eine Inflationsrate von zwei Prozent zu erzielen. „Eine Senkung des Niveaus geldpolitischer Akkommodierung, die von einigen Marktteilnehmern gefordert wird, wird nicht erwogen“, erklärte Kuroda.

Damit spricht Japans Notenbankchef einen der wichtigsten Kritikpunkte an dem derzeitigen geldpolitischen Kurs an: fehlende Wirksamkeit. Japanische Staatsanleihen kaufte die Bank von Japan schon lange, bevor er im April 2013 das Amt übernommen hatte. Doch Kuroda dehnte das Kaufprogramm in einem beispiellosen Tempo aus.

Das Ziel war ehrgeizig: Wie vom damals neuen Regierungschef Shinzo Abe gefordert, wollte er Japan mit Hilfe der Geldpolitik aus der Deflation hin zu einer milden Inflation treiben. Zwei Jahre sollte das dauern. Das Problem: Inzwischen besitzt Japans Notenbank schon mehr als ein Drittel aller japanischen Staatsanleihen. Doch trotz der enormen Geldspritzen sinken nach einem kurzen Zwischenspurt die Verbraucherpreise wieder. 

Die Einführung negativer Zinsen Ende Januar und die massive Aufstockung des Kaufs von Aktienfonds Ende Juli haben diesen Trend nicht gebremst. Auch die Investitionstätigkeit der Firmen, der Konsum der Japaner, die Kreditvergabe der Banken und vor allem die Gehälter steigen nicht so stark wie erwartet.

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