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Italien droht nicht das Chaos - aber Europa

Freitag, 02.12.2016 06:20 von

Drei Gründe sprechen dafür, dass Italien durch das Referendum keine Katastrophe droht. Für Europa dagegen wird es ungemütlich – egal, wie die Italiener entscheiden.

Die italienische Notenbank tat bereits vor 14 Tagen, was Notenbanken sonst nicht tun: Sie warnte mit einem für Notenbanker schrillen Ton die Italiener davor, am kommenden Sonntag in einem Referendum gegen den Plan von Ministerpräsident Matteo Renzi zu stimmen. Es drohe dann „außergewöhnliche Volatilität“ an den Märkten, beschworen die Chefs der Banca d’Italia. Und gaben damit einen Ton vor, der seitdem von sämtlichen Akteuren der Finanzwelt, der angelsächsischen Wirtschaftspresse und italienischen Unternehmern gehalten wird: Scheitert Matteo Renzi an den Plänen zur Vereinfachen des parlamentarischen Zweikammer-Systems, dann scheitert Italien.

In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg unter 42 italienischen Top-Managern, die Firmen mit einer Marktkapitalisierung über 240 Milliarden Euro führen, sprachen sich 98 Prozent für ein Ja im Referendum aus. Sergio Marchionne, der Fiatchrysler-Chef sagt: „Ich bin für das Ja, weil es einen Wandel in die richtige Richtung einleitet.“ Rodolfo de Benedetti, der Chef des CIR-Konglomerats sagt: „Wir stehen auf der Schwelle eines Wandels entweder zu Erneuerung oder zur Unbeweglichkeit. Da ist es doch klar, dass Unternehmer dafür sind.“ Paolo Sorrentino, der Star-Regisseur findet: „Der geplante Wandel schafft klarere politische Strukturen und klare Verantwortlichkeiten.“ Es ist wie vor den Voten für Brexit und Trump: Alle „Experten“ sind sich einig. Die Vernunft kennt keine Alternative.

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