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Ist für Müller Platz in der Startelf?

Donnerstag, 16.02.2017 10:00 von

Ist für Müller Platz in der Startelf?

Arjen Robben traute sich beinahe nicht, ein schlechtes Wort über Robert Lewandowski zu verlieren. Schließlich hatte der Pole mit dem 2:1 Arsenals Dämme brechen lassen, das dritte, vierte und fünfte Tor der Bayern waren die Folge. "Das darf man an so einem Abend vielleicht nicht sagen", meinte Robben am Sky-Mikrofon und sagte es dann doch: "Das darf Lewy nicht passieren."

Was Robben meinte: Lewandowskis plumpes Foul an Laurent Koscielny, das nach knapp einer halben Stunde zu einem Elfmeter und schließlich im zweiten Nachschuss zum 1:1 durch Alexis Sanchez führte. Ein zuvor unterwürfiges Arsenal war plötzlich wieder im Spiel. "Das ist die einzige Kritik", sagte Robben, "sonst haben wir das Spiel kontrolliert und dominiert." Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen.

„ Wenn es drauf ankommt, sind wir immer da. “ Arjen Robben

Zuletzt waren die Bayern zwar elfmal ohne Niederlage geblieben, allerdings rumpelten sie sich eher von Erfolg zu Erfolg. Die Unbeschwertheit, die Selbstverständlichkeit, mit der die Mannschaft in den vergangenen Jahren aufgetreten waren, war verflogen. Zum Abschluss des vergangenen Jahres aber wiesen die Bayern RB Leipzig mit 3:0 in die Schranken. Und viele Beobachter schlussfolgerten: Wenn es zählt, dann liefern die Bayern. Aber kann man sich wirklich darauf verlassen?

Das war die zentrale Frage, die die Fans vor dem Spiel gegen Arsenal umtrieb. Nach den 90 Minuten am Mittwochabend bleibt das festzuhalten, was Robben nach dem Spiel sagte, nämlich: "Wenn es drauf ankommt, sind wir immer da." Das, so der Niederländer, habe die Mannschaft gezeigt - "mit Sternchen".

Auch Lahm lobt - mit Einschränkung

Tatsächlich brillierten die Münchner gegen zusehends verzagende Londoner wie seit Wochen nicht mehr. Thiago führte in der Zentrale Regie, auf dem Flügel trumpfte Robben auf, und auch Lewandowski begeisterte. "Heute haben wir so agiert, wie wir uns das vorstellen", erklärte Kapitän Philipp Lahm nach der Partie - und schränkte ein: "Außer vielleicht 10 Minuten in der ersten Halbzeit, wo wir es ein bisschen haben schleifen lassen."

Lahm meinte damit die Phase nach dem Gegentor, in der so manchen Zuschauer in der Allianz-Arena das Gefühl beschlichen haben dürfte, dass auch Arsenal Fußball spielen kann. Das hatten die Londoner bis dato nur erahnen lassen. In der zweiten Halbzeit spielten sich die Bayern aber beinahe in einen Rausch und überrollten Arsenal, das ohne den angeschlagen ausgewechselten Koscielny hilflos überfordert war. "Ich bin ein bisschen überrascht, dass es so gut war", räumte Robben hernach ein, dachte nochmal kurz nach und fügte an: "Andererseits aber auch nicht." Schließlich zeichne die Mannschaft ein "Riesencharakter" aus. Und wenn sie besonders gefragt sei, sei sie stets zur Stelle.

Wohin mit Müller?

Das 5:1 gegen Arsenal war eine Punktlandung. Lahm konnte es sich sogar leisten, sich in der Schlussphase eine Gelbe Karte einzuhandeln, um im Rückspiel gesperrt, im Viertelfinale aber bereit zu sein. Nur eine Sache könnte die Bayern nun noch beschäftigen: die Personalie Thomas Müller.

Zwar wurde der Weltmeister für Lewandowski eingewechselt und traf prompt zum 5:1, trotzdem drängte sich die Frage auf: Hat er einen Platz in Ancelottis erster Elf, wenn alle fit und in Form sind? Auf dem rechten Flügel dürfte kein Weg an Robben vorbeiführen, ebenso wenig wie an Thiago im Zentrum und an Lewandowski im Angriff. Trotzdem erklärte Lahm: "Für Thomas ist in jeder Mannschaft Platz." In Ancelottis System womöglich aber erst während der laufenden 90 Minuten. Zumindest in großen Spielen wie gegen Arsenal.