Iraks Armee meldet weitere Geländegewinne gegen IS

Mittwoch, 19.10.2016 08:00 von

Den zweiten Tag in Folge rücken irakische Kräfte auf die IS-Hochburg Mossul vor. Kampflos nehmen sie eine einst vor allem von Christen bewohnte Stadt ein. Doch es gibt auch Gegenwehr des IS.

Am zweiten Tag der Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul melden irakische Sicherheitskräfte weitere Geländegewinne gegen die Extremisten. Die Armee rückte am Dienstag nach eigenen Angaben kampflos in die früher fast ausschließlich von Christen bewohnte Stadt Karakusch südöstlich von Mossul ein. Die Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien zuvor aus dem Ort geflohen, erklärte ein Militärsprecher. In anderen Gebieten mussten die Sicherheitskräfte hingegen mehrere Gegenangriffe abwehren. Karakusch war einst eine der größten christlichen Städte im Irak. Die IS-Extremisten hatten den Ort vor mehr als zwei Jahren eingenommen, nachdem sich kurdische Peschmerga von dort zurückgezogen hatten. Zehntausende Christen flohen damals vor den Extremisten.

Angesichts der Großoffensive bat der irakische Außenminister die internationale Gemeinschaft um weitere Unterstützung. „Wir befinden uns in einer finanziell schwierigen Situation“, sagte Ibrahim al-Dschafari nach einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Dienstag in Brüssel. Die Öleinnahmen des Landes seien derzeit eingeschränkt, deshalb sei jegliche Unterstützung - finanzieller oder anderer Art - willkommen. „Der Erfolg der Militärkampagne wird sich positiv auf die Sicherheit im Irak und im Rest der Welt auswirken“, sagte al-Dschafari weiter.

Mossul ist die letzte Bastion des IS im Irak. Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und lokale sunnitische Milizen hatten am Montag eine lang erwartete Großoffensive auf die Stadt begonnen und erste Orte eingenommen. Der Sprecher der US-Streitkräfte, John Dorrian, erklärte über Twitter, Armee und Peschmerga hätten ihre Ziele bisher im oder vor dem Zeitplan erreicht. Sollte Mossul vom IS befreit werden, wäre die Terrormiliz im Irak militärisch weitgehend besiegt.

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