Irakische Armee befreit Stadt südlich Mossuls vom IS-Terror

Samstag, 05.11.2016 19:40 von

Weiterer Erfolg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat: Irakische Streitkräfte haben die Stadt Hammam al-Alil komplett unter ihre Kontrolle. Indes flüchten immer mehr Menschen in Richtung Camps nahe Mossul.

Nach dem Vorstoß in die Ostteile Mossuls machen die irakischen Streitkräfte auch an der Front im Süden der IS-Hochburg Fortschritte. Die Truppen nahmen am Samstag die Stadt Hammam al-Alil etwa 15 Kilometer südlich von Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein, berichtete der Chef der irakischen Bundespolizei, Raed Chaker. Die Stadt sei komplett unter Kontrolle gebracht und die irakische Flagge auf dem Regierungsgebäuden der Stadt gehisst worden.

Derweil steigt die Zahl an Flüchtlingen aus den bereits befreiten Teilen Mossuls. Die Hilfsorganisation des Norwegischen Flüchtlingsrates (NRC) sprach von einem „dramatischen Anstieg“ der Ankünfte in den Camps nahe Mossul. Während bis zum Beginn der Offensive Mitte Oktober bis zum Donnerstag knapp 7000 Hilfspakete an ankommende Flüchtlinge verteilt wurden, seien es allein am Freitag mehr als 9000 gewesen.

Die Menschen stammten vor allem aus den Vororten Mossuls. Der NCR schätzt, dass sich die Zahlen drastisch erhöhen werden. Es wird angenommen, dass sich in Mossul bis zu 1,2 Millionen Menschen aufhalten. Mindestens 700.000 von diesen könnten auf humanitäre Hilfe angewiesen sein. Die momentane Zahl der Vertriebenen, die auf Hilfe hofften, gibt der NCR mit mehr als 22.000 an. Ankommende berichteten von einer strikten Herrschaft des IS ohne Privatsphäre, Schulen, Fernsehen oder Kontakt zur Außenwelt.

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