Irak startet Offensive auf Mossul

Montag, 17.10.2016 06:40 von

In den Nachtstunden haben die irakischen Sicherheitskräfte ihren lang erwarteten Sturm auf die IS-Hochburg Mossul gestartet. Bei einem Sieg wäre der IS im Irak militärisch praktisch geschlagen.

Im Schutze der Nacht haben die irakischen Sicherheitskräfte ihre lang erwartete Militäroffensive zur Rückeroberung der IS-Hochburg Mossul begonnen. Das verkündete Ministerpräsident Haider al-Abadi im Staatsfernsehen. Die US-Regierung sprach von „einem entscheidenden Moment“ im Kampf gegen die Terrormiliz. Sollte die Millionenmetropole tatsächlich befreit werden, wäre der IS im Irak militärisch weitestgehend besiegt.

„Die Stunde des Sieges hat geschlagen. Die Operation zur Befreiung Mossuls hat begonnen“, sagte al-Abadi in der Nacht zum Montag im irakischen Staatsfernsehen. Er richtete sich direkt an die Bürger von Mossul und rief sie dazu auf, mit den irakischen Streitkräften zu kooperieren. „Sehr bald werden wir unter Euch sein, um die irakische Flagge zu hissen.“ 2016 werde als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem der Terrorismus und der IS besiegt wurden. Angeführt wird die Offensive demnach von der Armee und der Polizei des Landes.

Mossul ist die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Die nördlich gelegene Millionenstadt unweit der Grenze zur Türkei steht seit Juni 2014 unter Kontrolle der Extremisten. Von Mossul aus überrannte der IS weite Teile des Landes. Inzwischen hat er viele dieser Gebiete wieder eingebüßt. Im Nachbarland Syrien beherrscht die sunnitische Terrormiliz allerdings noch immer große Landstriche.

Kräfte der irakischen Armee und Polizei hatten in den vergangenen Wochen im Umland von Mossul Stellung bezogen. Unterstützt werden sie bei der Offensive von kurdischen Peschmerga-Kämpfern, die aber nicht in die Stadt eindringen sollen. Auch lokale sunnitische Milizen sollen an dem Angriff beteiligt werden. Die von den USA geführte internationale Koalition fliegt Luftangriffe gegen den IS.

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