IPO/Kreise: Chinesische Postbank sammelt Milliarden ein - Größter Börsengang

Mittwoch, 21.09.2016 08:33 von

HONGKONG (dpa-AFX) - Die chinesische Postbank hat bei ihrem bevorstehenden Börsengang nach Informationen aus Kreisen umgerechnet gut 7,4 Milliarden US-Dollar (6,6 Mrd Euro) eingesammelt. Der Preis pro Aktie sei auf 4,76 Hongkong-Dollar (0,55 Euro) festgelegt worden, sagten informierte Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Bloomberg und bestätigten damit einen Bericht des "Wall Street Journal". Damit wird die Erstnotiz der Bank in Hongkong der bislang weltweit größte Börsengang in diesem Jahr. Offiziell wollte die sechstgrößte Bank Chinas den Preis noch nicht bestätigen. Als erster Handelstag ist der nächste Mittwoch (28.9.) vorgesehen.

Der Ausgabepreis liegt eher am unteren Ende der Spanne von 4,68 und 5,18 Hongkong-Dollar. Allerdings wird die Bank damit über ihrem aktuellen Buchwert bewertet, während derzeit die übrigen chinesischen Großbanken an der Börse unter ihrem bilanzierten Anlagevermögen notieren. Insgesamt verkauft die Postal Savings Bank of China (Bank of China Aktie) (PSBC) 12,1 Milliarden Aktien. Sie ist vor allem in ländlichen Gebieten vertreten und hat dort ein Netz mit etwa 40 000 Filialen. Mit dem Börsengang will die Bank ihre weitere Expansion finanzieren.

Der Börsengang ist der größte seit dem Handelsstart des chinesischen Online-Handelsriesen Alibaba im Herbst 2014 mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar. Bislang war der Börsengang des dänischen Energieunternehmens Dong im Juni mit einem Erlös von rund drei Milliarden Dollar (Dollarkurs) der größte in diesem Jahr. Das Debüt der chinesischen Postbank organisierten die Investmentbanken Bank of America, China International Capital Corporation, Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie), JPMorgan und Morgan Stanley./enl/mne/she