InnoTrans Aktuell - Donnerstag, 22. September 2016

Donnerstag, 22.09.2016 15:03 von

Berlin (ots) - Aktuelles Presse- und Fotomaterial von der InnoTrans 2016 sowie ein EPK mit Statements und Footage-Material steht Ihnen online unter www.innotrans.de/Presse zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung:

- 275 aktuelle Presse-Fotos in 10 Kategorien - 31 Presseinformationen - Pressetermine im Überblick

Top-Themen der InnoTrans 2016

International Tunnel Forum: Zuerst virtuell bauen, dann real

BIM - Ein Mehrwert für den Tunnelbau? Diese Frage beschäftigte die Referenten und Teilnehmer am ersten Tagungstag (21.09.) des zweitägigen International Tunnel Forum. BIM, also das Building Information Modeling, sei ein neues Werkzeug zur erfolgreichen Realisierung von Großprojekten bei der Deutschen Bahn, sagte Heinz Ehrbar, Head of Major Project Management der DB Netz AG. Zuerst virtuell bauen, dann real - so verstehe die Deutsche Bahn die Gebäudedaten-Modellierung. Wichtig ist nach den Worten von Ehrbar, dass es bei den Projekten eine gemeinsame Plattform gibt und dass der Datenfluss und die Schnittstellen allen Beteiligten zur Verfügung stehen. Der wesentliche Betrachtungswinkel sei, dass es sich nicht um Vertrags-, sondern um Projektpartner handelt. Bis Ende 2020 will die Deutsche Bahn bei allen komplexen und allen standortbezogenen Projekten BIM anwenden. Die Einführung soll in drei Stufen erfolgen und sämtliche Planungs- und Leistungsphasen abdecken. Dabei sollen möglichst alle Gewerke berücksichtigt werden, vor allem die bahntechnischen. Halle 5.2, Stand 404, Kontakt: Roland Herr, Telefon: +49 221 597950, E-Mail: herrroland@t-online.de

Bundesumweltministerin Hendricks: "Das ist in der Tat die Zukunft"

"Das ist in der Tat die Zukunft", sagte die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, am Donnerstag bei ihrem Besuch auf der InnoTrans 2016. Nach der Begrüßung durch die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Kortendiek - Mitglied der Geschäftsführung von Bombardier Transportation - und den Geschäftsführer Dirk Pflege von der Allianz pro Schiene und den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Berlin, Dr. Christian Göke, hatte die Politikerin mehrere Highlights der InnoTrans besucht. Von Didier Pfleger, Vizepräsident für Deutschland und Österreich bei Alstom Transport, ließ sie sich den emissionsfreien Zug Coradia iLint mit Wasserstoffantrieb erläutern. Bei Bombardier stellte Public Affairs-Managerin Alexandra von Oy der Ministerin den streckenweise batteriebetriebenen Regionalzug Talent 3 vor. Bei Siemens wurde Hendricks von Sabrina Soussan, CEO Mobility Division Mainline Transport, empfangen und informierte sich über neue, digitalisierte Lösungen im Bahnbereich. Zum Abschluss erfuhr sie bei der Allianz pro Schiene, dass die Branche derzeit 5.300 freie Stellen hat. Im Sinne einer umweltfreundlichen Verkehrsentwicklung sei es unbedingt notwendig, den Anteil des Schienenverkehrs auszuweiten, sagte die Bundesumweltministerin nach dem Rundgang. "Null CO2-Emissionen erreichen wir nur, wenn auch alle Energie am Ende erneuerbar ist. Die InnoTrans zeigt innovative Lösungen, die genau in diese Richtung gegen." Kontakt: Michael Schroeren, Telefon: +49 30 183052010, E-Mail: presse@bmub.bund.de

Die Grenzen digitaler Mobilität verschwinden

Das Ökosystem CUBE hat zusammen mit Volkswagen die innovativsten B2B-Startups im Bereich Mobilität vorgestellt. Sonomotors, Ubitricity, Door2Door, Motion Tag, Pace, Hello Jet, Best Mile und Solmove haben mit kurzen Präsentationen ihre Innovationen der Fachjury bestehend aus Dr. Jennifer Sarah Geffers (Director Ideation:Hub, Volkswagen), Michael Ruplitsch (CIO, airberlin), Alexander Piutti (Entrepreneur & business angel), Samuli Siren (Managing Partner, Redstone) und Manuel Gerres (Head of Digital Development, Swiss Federal Railways (SBB) präsentiert. Für Dr. Torsten Oelke, Chief Executive bei Cube, verschwinden die Grenzen digitaler Mobilität allmählich, etablierte Unternehmen haben die zukunftsweisende Technologie auf der Agenda: "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Unternehmen wie Volkswagen und Local Motors, über die Innovationen und Visionen der Zukunft der Mobilität diskutieren." In der Kombination der Verkehrsträger sieht auch Dr. Geffers die größten Chancen: "Ziel ist es, die verschiedenen Verkehrsträger so miteinander verknüpfen. Am Ende sollen End-to-End-Lösungen im Sinne des Kunden stehen." Als global agierendes aktives Netzwerk fördert CUBE durch weltweit stattfindende Touchpoint Events in den wichtigsten Startup-Metropolen das Vorantreiben der industriellen Digitalisierung. Kontakt: Franziska Tippmann, Telefon: +49 162 74 95 513, press@cube-global.com

Bahnen haben viel digitalen Nachholbedarf

Der Schienenverkehr hat in Sachen Digitalisierung noch erheblichen Nachholbedarf. Das war die Quintessenz einer Veranstaltung des Dialog Forums der InnoTrans 2016, die vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dem Verband der deutschen Bahnindustrie VDB und dem Deutschen Verkehrsforum ausgerichtet wurde. Große Hindernisse stellten der hohe Kostendruck und die langwierigen und teuren Zulassungsverfahren dar, erklärte VDV-Geschäftsführer für Eisenbahnverkehr, Dr. Martin Henke. Im Gegensatz zum Lkw lasse sich bei Güterbahnen nur schwer diagnostizieren, wo die Ware gerade ist. Durchgehende Buchungen von Haustür zu Haustür seien ebenso Zukunftsmusik wie eine zügige Implementierung des elektronischen Leit- und Sicherungssystems ETCS. Claudia Horn, die Leiterin der Abteilung Landverkehr im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, erklärte dazu, diese Implementierung nehme aber langsam Fahrt auf. Sie verteidigte die Zulassungsprozesse, die auch durch die rechtsstaatlich unabdingbaren Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung in die Länge gezogen würden. Auf Fragen privater Bahnbetreiber versicherte sie darüber hinaus, dass es nicht nur Übergangsphasen geben werde, in denen auch mit älteren, nicht umgerüsteten Lokomotiven auf ETCS-Strecken gefahren werden könne. Es werde ein Förderprogramm für den Einbau der ETCS-Komponenten aufgelegt. Das System ermöglicht in der Endstufe auch automatisiertes Fahren, das auf der Schiene bisher noch sehr selten umgesetzt wird. Für die damit verbundenen rechtlichen Fragen sollten sich die Bahnunternehmen und die Industrie an die Vorstöße der Autoindustrie "dranhängen", empfahl Friedrich Hagemeyer, Vorstandsmitglied des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM). VDV-Vizepräsident Joachim Berends beklagte, dass vielfach die Möglichkeiten der Digitalisierung durch immer neue Kosten, die den Unternehmen aufgebürdet würden, zunichte gemacht werden. Für die Industrie riet VDB-Präsident und Vossloh-Vorstandsmitglied Volker Schenk, analog zur Autoindustrie mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren. Dann würden auch mehr Fördermittel fließen, hoffte er. Halle 2.2, Stand 302, Kontakt: Lars Wagner, Telefon: +49 30 3999 3214 E-Mail: wagner@vdv.de

DB und SNCF arbeiten bei Digitalisierung zusammen

Die Deutsche Bahn (DB) und die französische Staatsbahn (SNCF) haben sich auf die Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung verständigt und dazu auf der InnoTrans eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen dabei ihr bisher auf diesem Gebiet gewonnenes Know-how und die bereits gemachten Erfahrungen einbringen, um ihre Kunden zukünftig noch besser betreuen zu können. Ein weiteres Ziel ist, die Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Datenübertragung im Zugverkehr zu klären, um im Sinne der Kunden sowie der eigenen Anwendungen gemeinsam mit der Telekommunikationsindustrie an einer Verbesserung des Empfangs zu arbeiten. "Wenn man sich die großen Möglichkeiten vor Augen hält, die die Digitalisierung für die Mobilitätsunternehmen bietet, erscheint es sehr sinnvoll, mit der SNCF Ideen und Methoden auszutauschen", so DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube anlässlich der Unterzeichnung. SNCF-Präsident Guillaume Pepy sagte: "Angesichts der fortschreitenden digitalen Revolution müssen wir uns so stark wie möglich aufstellen, um die Herausforderungen sowohl auf Seiten des operativen Betriebs als auch auf Kundenseite zu lösen." CityCube Halle B, Stand 406, Kontakt: Reinhard Boeckh, Telefon: +49 30 29761180, E-Mail: presse@deutschebahn.com

Italienisch-Kanadisches Joint-Venture auf der InnoTrans gestartet

Die kanadischen Firmen Varitron und EMM Groupe sowie das italienische Unternehmen Mios Elettronica haben am Gemeinschaftsstand der Provinz Québec auf der InnoTrans 2016 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Danach wird Varitron in Kanada von Mios entwickelte Automatisierungs- und Kommunikationstechnik fertigen, die von EMM in Nordamerika vertrieben wird. "Kanada generell und Québec im Besonderen bietet ideale Konditionen, um eine Organisation zu gründen, die innovative Bordelektronik für den nordamerikanischen Eisenbahnmarkt zu entwickeln, zu fertigen und zu vertreiben", so Mios-CEO Andrea Rosa. "Wir suchen ständig nach neuen Partnerschaften, um zusätzliche Marktnischen zu erschließen", sagte Varitron-CEO Martial Vincent, dessen Firma seit sechs Jahren auch im Bahnsektor aktiv ist. Durch das Joint-Venture sollen rund 90 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Halle 11.2, Stand 205, Kontakt: Valérie Gonzalo, Telefon: +1 514 6266976, E-Mail: gonzalo@videotron.ca

Zwölf Erlkönige rollen 2017 durch die Schweiz

Mit einem Demonstrator-Güterzug wollen Ingenieure und Manager des Schienengüterverkehrs die Innovationsdynamik ihrer Branche befeuern. Der Zug soll im regulären Containertransport eingesetzt werden, wie der Sprecher des Technischen Innovationskreises Schienenverkehr (TIS), Jürgen Hüllen, bei einer Speakers' Corner-Veranstaltung auf der InnoTrans 2016 mitteilte. Der Zug besteht aus 16 Waggons, von denen zwölf mit Sensoren und mechanischen Innovationen vollgepackt sind. "Zwölf komplette Erlkönige bekommen alle eine Einzelzulassung", sagte der Fahrzeug-Direktor der SBB Cargo, Jens-Erik Galdiks. Die anderen vier Wagen sind konventionelle Fahrzeuge, die als Referenz mitfahren. Für den TIS ist das Projekt ein großer Erfolg, denn bei der InnoTrans 2014 war es noch in der Diskussionsphase. Der Demonstrator soll 2018 auch in Deutschland verkehren. Getestet werden sollen unter anderem Sensoren, die eine Lokalisierung der Wagen, aber vor allem der Fracht ermöglichen, um den Anforderungen moderner, vernetzter Logistik gerecht werden zu können. "Wir wollen wissen, wo die Wagen sind", sagte Miroslav Obrenovic, Vizepräsident Asset Strategy bei DB Cargo. An mechanischen Neuerungen sind unter anderem Scheibenbremsen montiert, die bisher im Schienengüterverkehr unüblich sind. Ziel ist, über die voraussichtlich ab 2020 geltenden Lärmschutzwerte hinaus weitere fünf bis zehn Dezibel leiser zu fahren. Zwei Typen einer für den Güterverkehr optimierten automatischen Kupplung halten die Waggons zusammen. Würden sie zum Standard, würde der Umbau zwar eine einmalige große und teure logistische Herausforderung für die europäischen Bahnen bedeuten, aber einen gewaltigen Fortschritt in der Fahrzeugdisposition. Laut Hüllen haben die Hersteller die Prototypen kostenlos für den Demonstrator zur Verfügung gestellt. Parallel zu der Hardware-Entwicklung bemüht sich der TIS auch um die Definition standardisierter Software-Schnittstellen für die verschiedenen Sensoren, die einmal Daten über den Zustand der Fahrzeuge, aber auch der Fracht in Echtzeit an Eisenbahnbetreiber wie Hersteller liefern sollen. Hier sei die Stufe der Praxiserprobung ebenfalls erreicht, sagte Josef Buczynski von der Cognid Telematik. Kontakt: Jürgen Hüllen, E-Mail: juergen.huellen@vtg.com

Produkt- und Branchen-Highlights

Progress Rail erweitert Portfolio mit neuen Partnern

Die Caterpillar-Tochter Progress Rail hat ihr Portfolio durch strategische Partnerschaften und den Zukauf von Firmen deutlich erweitert, berichtete der Präsident und CEO des US-Unternehmens, William Ainsworth, auf der InnoTrans 2016. So hat man gemeinsam mit dem Partner Uptake die vorausschauende Analytik-Plattform EMD Uptime entwickelt, die Lokomotiven überwacht und im Voraus davor warnt, wann ein Bauteil auszufallen droht. Das erlaubt dem Betreiber eine Planung des Austauschs und verhindert Ausfälle während des Betriebes. Das Driver Safety System überwacht Zugführer per Kamera und löst Alarm aus, wenn dieser einzuschlafen droht. Im Probebetrieb konnten 80 Prozent aller auf Erschöpfung beruhenden Vorfälle verhindert werden, so das Unternehmen. Und die Multi Inspection Radar Application der kürzlich übernommenen Inspired Systems entdeckt per Mikrowellen-Radar, wenn sich an Bahnübergängen Hindernisse wie Kraftfahrzeuge auf den Gleisen befinden und stoppt dann automatisch herannahende Züge. Halle 22, Stand 307, Kontakt: Barbara Cox, Telefon: +1 256 2022514, E-Mail: bcox@progressrail.com

China Railway will Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2025 nahezu verdoppeln

Die China Railway-Gruppe nutzte die InnoTrans 2016, um über die rasante Entwicklung des Bahnverkehrs in ihrem Land zu informieren. Die Gesamtlänge des Schienennetzes von derzeit 121.000 Kilometern soll nach dem von der Regierung im Juli verabschiedeten Entwicklungsplan bis 2020 auf 150.000, bis 2025 auf 175.000 und langfristig auf 200.000 Kilometer ausgebaut werden. Die darin enthaltenen Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen von momentan gut 20.000 Kilometern bis 2025 auf 38.000 und danach auf 45.000 Kilometer wachsen. Dabei werden je acht Nord-Süd- und Ost-West-Korridore die Basis bilden, sagte Zhou Li, Generaldirektor der Abteilung für Wissenschaft und Technologie. Daneben ist das Unternehmen im Rahmen internationaler Kooperationen an zahlreichen Eisenbahnprojekten in Asien, Amerika, Europa und Afrika beteiligt. China Railway verfügt derzeit über 21.000 Lokomotiven, 68.000 Passagier- und 769.000 Güterwaggons, darunter 2.503 Hochgeschwindigkeitszüge, die im Tagesdurchschnitt vier Millionen Passagiere befördern. 2015 hat das Unternehmen insgesamt 2,5 Milliarden Reisende befördert, die jährliche Zuwachsrate lag in den vergangenen drei Jahren bei jeweils zehn Prozent. Etwa doppelt so hoch liegen die Zuwachsraten im Frachtbereich, der 2015 auf 3,36 Milliarden Tonnen kam. Rund 110 Milliarden Euro werden jährlich in den Ausbau und die Modernisierung des Streckennetzes investiert. Probleme gibt es noch beim China Railway Express, bei dem Güterzüge 16 chinesische mit zwölf europäischen Städten verbinden. Während das bisher unzureichende Frachtaufkommen von Europa nach China durch gezielte Werbekampagnen gesteigert werden konnte, versucht man in Verhandlungen die hohen Streckennutzungsgebühren in den Transitländern zu senken, sagte Zhou Li. Auf jeden Fall seien die Züge preisgünstiger als Luftfracht und schneller als der Transport per Schiff. CityCube Halle A, Stand 207, Kontakt: Wang Bin

Solaris zeigt erstmals Innenraum der Tramino Leipzig

Solaris präsentiert auf der InnoTrans anhand des 1:1 Mockup zum ersten Mal den Innenraum der neuen Leipziger Straßenbahn. Gemäß dem 2015 unterzeichneten Rahmenvertrag können die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bis zu 41 Bahnen dieses Typs bestellen. Das erste Exemplar liefert Solaris den LVB bis Ende dieses Jahres. Bei der Tramino Leipzig handelt es sich um einen vierteiligen Fahrzeugtyp mit einer Länge von 37,63 Meter und einer Breite von 2,3 Meter mit vier klassischen Triebdrehgestellen und einem Jacobs-Laufdrehgestell. Die Spurweite der Straßenbahn beträgt speziell für das LVB-Netz 1.458 Millimeter. Aufgrund des gewünschten Einsatzes von Drehgestellen mit klassischen Achsen besitzen die Fahrzeuge im Innenraum über den Triebdrehgestellen eine Stufe, wobei der Passagiereinstieg komplett im Niederflurbereich der Türen liegt und im Einklang mit der Höhe der Haltestellen-Plattformen steht. Somit ist das Fahrzeug größtenteils niederflurig, circa 65 Prozent der Fläche sind podestfrei zugänglich. CityCube Halle A, Stand 302, Kontakt: Mateusz Figaszewski, Mobiltelefon: +48 601 652179, E-Mail: mateusz.figaszewski@solarisbus.com

Flexibel konfigurierbares HVAC-System von Liebherr-Transportation Systems

Liebherr-Transportation Systems hat ein effizientes und flexibel konfigurierbares HVAC-System für Schienenfahrzeuge aller Art entwickelt und zeigt es weltweit erstmalig auf der InnoTrans. Das Klimatisierungssystem zeichnet sich durch seinen hohen Standardisierungsgrad, sein niedriges Gewicht und seine geringe Bauhöhe aus. Besonders hervorzuheben ist zudem sein äußerst niedriger Energieverbrauch bei einer circa 70 Prozent höheren Leistungsdichte im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Das Basismodul des "MACS 8.0" (Modular Air Conditioning System) verfügt über eine Kühlleistung von acht Kilowatt. Je nach Leistungsbedarf kann das System mit identischen Modulen erweitert werden, beispielsweise mit drei weiteren Modulen auf 32 Kilowatt. Das neue Klimatisierungssystem MACS 8.0 ist nur 220 Millimeter hoch und wiegt pro Modul 125 Kilogramm. Damit ist das modulare HVAC-System im Vergleich zu anderen Anlagen mit einer Kühlleistung von 32 Kilowatt etwa 300 Kilogramm leichter. Freigelände O/237, Kontakt: Ute Braam, Telefon: +49 8381 464403, E-Mail: ute.braam@liebherr.com

GE kooperiert mit DB Cargo bei "Selbstkontrolle" von Loks und Wagen

Der US-Konzern General Electric (GE) hat mit DB Cargo als erster europäischer Bahnbetreiber einen Vertrag über die digitale Diagnose von Lokomotiven abgeschlossen. GE-Chefin Jamie Miller gab auf der InnoTrans 2016 bekannt, dass als Pilotprojekt mit Hilfe des "RailConnect 360"-Leistungsmanagement-Systems der Zustand der DB Cargo-Lokomotiven kontinuierlich überprüft werde, sodass potenzielle Reparaturfälle entdeckt werden können, bevor sie auftreten. So können Wartungsaufenthalte besser in Umlaufpläne eingepasst werden. General Electric stellt unter anderem selbst Lokomotiven her. Nach Angaben von Seth Bednar, dem Chief Digital Officer des Konzerns, ist die unternehmenseigene Netzwerk- und Kommunikationsplattform GoLINC als Kern des Systems bereits auf 6.000 Maschinen installiert. "Die Plattform macht die Lokomotiven zu einem mobilen Datenzentrum", sagte Miller. Bednar wies darauf hin, dass die Digitalisierung vor allem auch für ältere Lokomotiven interessant sei, da sie naturgemäß anfälliger für Unregelmäßigkeiten seien. "Wir verlangen nicht von den Kunden, das Neueste und Größte zu kaufen, sondern wir helfen ihnen mit unserem Lokomotiv-Modernisierungsprogramm, die Lebensdauer zu verlängern und die Energieeffizienz zu erhöhen." Laut Miller kann durch die Digitalisierung älterer Lokomotiven zehn bis 15 Prozent Treibstoff eingespart und die Zuverlässigkeit um bis zu 30 Prozent erhöht werden. GE stellte außerdem den Car Integrity Monitor vor, eine Kooperation mit der US- Softwarefirma Amsted Rail. Damit wird die Anlagenkontrolle auf die Waggons ausgedehnt. Vertriebsdirektor John Felty sagte, bereits 20.000 Waggons verfügten über diese Verbindung. Damit würden die Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten von einer Waggon- auf die Zugperspektive erweitert. Halle 6.2, Stand 501, Kontakt: Emily Wijas, Telefon: +1-800-285-6545, E-Mail: emily.wijas@ge.com

ContiTech zeigt hochsicheres Federungssystem

ContiTech zeigt auf der InnoTrans erstmals ein komplettes Federungssystem für den Einsatz in der Sekundärfederstufe, das die Vorgaben der europäischen Norm EN 45545 auf der höchsten Sicherheitsstufe, dem "Hazard Level 3" (HL3), erfüllt. Eingesetzt im Schienenfahrzeug erhöht es den Komfort und die Sicherheit in Straßenbahnen, Metro- sowie Highspeed-Zügen. Die Neuentwicklung besteht aus einem Luftfederbalg und einer Konusfeder. Zudem hat der Aussteller eine Schutzmanschette entwickelt. Mit ihr können bestehende Metall-Gummi-Federn nachgerüstet werden, sodass sie den Vorgaben im Brandschutz entsprechen. Alle Komponenten sind einzeln zertifiziert und haben Lebensdauerprüfungen erfolgreich bestanden. Ebenso liegen Messungen der Federkennlinien vor. "Für jedes der drei Bauteile haben wir eine neue Mischung entwickelt, mit der wir die Anforderungen bei gleichbleibend guten Produkteigenschaften erfüllen", so Olaf Philipp, Leiter des Schienengeschäfts bei ContiTech Air Spring Systems. Halle 9, Stand 401, Kontakt: Antje Lewe, Telefon: +49 511 9381304, E-Mail: antje.lewe@contitech.de

PSI präsentiert Zug-Management-System

PSI Transcom feiert auf der InnoTrans 2016 sein 35-jähriges Bestehen und präsentiert sein Zug-Management-System PSItraffic/ZMS, das beim Regionalverkehr zwischen Bern und Solothurn in der Schweiz zum Einsatz kommt. Der entsprechende Vertrag war auf der InnoTrans 2014 unterzeichnet worden. Das System ermittelt fortwährend die aktuelle Betriebslage, Fahrzeugstandorte, Störungen, Unregelmäßigkeiten und Konflikte. Ein integriertes Störungsmanagement und umfangreiche Dispositionsfunktionen sorgen für einen planmäßigen Zugbetrieb. Das integrierte Zuglenkmodul übergibt die Fahrwege der Züge an die Stellwerke. Die im System erfassten Daten bilden gleichzeitig die Basis für die Versorgung der Reisenden mit aktuellen Fahrgastinformationen an den Bahnhöfen, in den Zügen sowie auf den mobilen Endgeräten der Fahrgäste. Halle 2.1, Stand 309, Kontakt: Susanne Renner, Tel.: +49 30 28011601, E-Mail: srenner@psi.de4

Multifunktionsfahrzeug für den ganzjährigen Einsatz

Einen Auftrag zur Lieferung von 21 zweiachsigen Wartungsfahrzeugen zur Verwendung für den Oberbau und die Fahrstromversorgung hatte die WINDHOFF Bahn- und Anlagentechnik GmbH von dem norwegischen Infrastrukturbetreiber Jernbaneverket erhalten. Das erste Fahrzeug des WINTRAK 2.2-52 L wurde nun direkt auf der InnoTrans 2016 übergeben. Havard Vestgren, Director Transport, Jernbaneverket, freute sich: "Mit dem WINTRAK 2.2-52 L erhalten wir ein Fahrzeug, mit dem wir alle Arbeiten auf einmal auf der Strecke ausführen können, und dies sogar bis -40 Grad Celsius." Dass das Fahrzeug auch in einer Region wie Norwegen ganzjährig zum Einsatz kommen können, betonte auch WINDHOFF-Geschäftsführer Manfred Schmitz: "Hohe Motorleistungen und große Zugkräfte zeichnen dieses vielseitige Schienenfahrzeug aus. Zur universellen Einsetzbarkeit befindet sich am Fahrzeugheck ein spezieller Ladekran für Arbeiten am Gleiskörper und an der Oberleitung. Dank des Arbeitskorbs sind die Fahrzeuge ganzjährig als Interventionsfahrzeuge bei Störungen an der Oberleitung einsetzbar." Freigelände O/427, Kontakt: Tatjana Gerdes, Telefon: +49 5971 58214, E-Mail: tgerdes@windhoff.de

Mittelständler Krauth baut 1000 Automaten für die Maut

Der Automatenhersteller krauth technology GmbH hat auf der InnoTrans 2016 den größten Auftrag seiner 90-jährigen Unternehmensgeschichte bekannt gegeben. Er soll für den Mautbetreiber Toll Collect mehr als 1.000 Mautstellen- und Kassenterminals entwickeln, herstellen und liefern. Der Vertrag hat nach Angaben aus Verhandlungskreisen ein Volumen von mehr als 10 Millionen Euro. Der Jahresumsatz des mittelständischen Odenwälder Unternehmens, das stationäre und mobile Ticketautomaten für Nahverkehrsunternehmen aller Art und auch für Parkhäuser baut, betrug nach den Worten von Geschäftsleitungsmitglied Kai Horn 2015 rund 14 Millionen Euro. Durch diesen und andere Abschlüsse werde er 2017 voraussichtlich auf 25 Millionen wachsen. Die neuen Automaten sollen intuitiver bedienbar sein als die bisherigen, die seit 2005 in Betrieb sind. Die ersten Exemplare sollen ab Mitte 2017 ausgeliefert werden. Sie müssen den Umstand berücksichtigen, dass ab Juli 2018 die Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ausgeweitet werden soll. Der bei krauth für das Projekt verantwortliche Christian Mehm hob hervor, dass die meisten Module und Baugruppe der Automaten Eigenentwicklungen seien. "Deshalb können wir auch über das Vertragsende hinaus die langfristige Verfügbarkeit sicherstellen." Halle 2.1, Stand 307, Kontakt: Kai Horn, Telefon: +49 6271 805128, E-Mail: kai.horn@krauth-online.de

Vorschau: Freitag, 23. September 2016 Alle Pressetermine und andere Veranstaltungen der InnoTrans 2016 finden Sie im Internet unter www.innotrans.de/Events.

Pressetermine 10.00 - 12.00 Uhr CEO-Rundgänge Eingang Süd

OTS: Messe Berlin GmbH newsroom: http://www.presseportal.de/nr/6600 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_6600.rss2

Pressekontakt: InnoTrans Daniela Gäbel Pressesprecherin InnoTrans E-Mail: gaebel@messe-berlin.de