Inflation und Ölpreis drücken auf Verbraucherstimmung

Mittwoch, 26.10.2016 11:20 von

Wird das eigene Einkommen steigen? Die Deutschen sind in diesem Punkt weniger optimistisch. Daher erhält auch die Konsumlaune der Verbraucher einen leichten Dämpfer. Die Bereitschaft zu teuren Anschaffungen sinkt.

Höhere Ölpreise und die leicht gestiegene Inflationsrate drücken weiter auf die Stimmung der deutschen Verbraucher. Viele Bundesbürger rechneten in nächster Zeit mit einem geringeren Einkommen und zögerten deshalb stärker als in den Vormonaten mit größeren Anschaffungen, teilte das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK (GFK Aktie) am Mittwoch mit.

„Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Oktober uneinheitlich entwickelt“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. „Die Werte, die speziell die Verbraucher betreffen, haben sich etwas verschlechtert.“

Insgesamt fällt der Konsumklimaindex der GfK um 0,3 auf 9,7 Punkte - und liegt zum ersten Mal seit Juni unter der Marke von zehn Punkten. Die Konjunkturerwartung legte aber gleichzeitig kräftig zu - um 6,8 auf nun 13 Punkte.

Die GfK begründet diese Entwicklung mit der höheren Wachstumserwartung der Bundesregierung sowie dem stabilen Arbeitsmarkt. Dagegen spielt der Brexit bei der Stimmung der Verbraucher keine so große Rolle mehr. Die Angst vor Terrorangriffen schwinge unterdessen noch ein wenig mit.

Auch wenn der Index damit zum zweiten Mal in Folge zurückgeht, sei die Kauflaune etwa im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren immer noch sehr gut, betonte die GfK. „Das Niveau des Konsumklimas ist immer noch sehr zufriedenstellend“, sagte Bürkl. „Der Konsum wird einen ganz wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten.“ Von einer Trendwende könne man erst sprechen, wenn die Verbraucherstimmung drei Monate in Folge - also auch im November - zurückgehen sollte.

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