In Schweden droht das Ende einer Ära

Donnerstag, 22.09.2016 17:00 von

Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster Ericsson verschärft seinen Sparkurs. Damit könnte im Jahr des 140. Firmenjubiläums die Produktion im heimatlichen Schweden zu Ende gehen. Die Gründe für den Niedergang.

Eine schwedische Ära könnte bald zu Ende gehen: Nach Informationen der schwedischen Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ will der Telekommunikationsausrüster Ericsson nach mehr als 140 Jahren seine Produktion im Heimatland Schweden komplett einstellen. Dies gehe aus internen Papieren hervor, die der Zeitung vorliegen. Die Konzernleitung wollte die Angaben nicht kommentieren.

In einer schriftlichen Erklärung bestätigte das Unternehmen allerdings, dass das derzeitige Sparprogramm einen weltweiten Stellenabbau beinhalte. „Wir haben eine umfassende Produktion in Schweden, und sie ist davon nicht ausgenommen“, heißt es in der Erklärung. Auch Gewerkschaftsvertreter, die derzeit mit der Konzernleitung über das Sparprogramm verhandeln, wollten sich zu den Medienangaben nicht äußern. Insgesamt will Ericsson in den kommenden Jahren rund drei Milliarden Kronen (312,9 Millionen Euro) einsparen, wovon etwas mehr als die Hälfte auf Schweden entfällt.

Auch wenn offenbar noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden ist, befindet sich Ericsson seit Längerem in einem umfassenden Umstrukturierungsprozess. Dieser wurde notwendig, um sich dem rasanten Wandel in der Branche anzupassen. Schon vor einem Jahr hatte Ericsson 2200 seiner insgesamt 17.000 Stellen in Schweden gestrichen. Außerdem trennte sich der Konzern von rund 850 externen Beratern.

Waren damals von dem Arbeitsplatzabbau in erster Linie Mitarbeiter in den schwedischen Entwicklungs- und Forschungsabteilungen sowie im Vertrieb betroffen, soll es den Zeitungsinformationen zufolge jetzt um die Schließung der beiden letzten Ericsson-Produktionsstätten in Kumla und Borås gehen. Dort werden vor allem Netzwerk-Komponenten hergestellt. In beiden Werken sind etwa 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

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