In diesen Sparten gibt es die stärksten Einschnitte

Montag, 10.10.2016 19:00 von

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) plant bei ihrem Umbau die stärksten Einschnitte im Geschäft mit großen Firmenkunden: 2400 Stellen sollen hier wegfallen. Doch auch in der Privatkundensparte fällt der Stellenabbau massiv aus.

Die Commerzbank plant bei ihrem Umbau die stärksten Einschnitte im Geschäft mit großen Firmenkunden. 2400 Stellen sollen in der neuen, aus dem Großteil der Mittelstandsbank und dem Investmentbanking entstehenden Sparte wegfallen, wie Aufsichtsratsmitglied Mark Roach der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe) sagte. Das wäre fast jeder dritte der zuletzt gut 7500 Arbeitsplätze in den beiden Bereichen.

Eine andere mit den Verhandlungen vertraute Person bestätigte die Angaben des Arbeitnehmervertreters. Ebenfalls rund ein Viertel der 9600 zur Disposition stehenden Stellen sollen laut Roach in der Privatkundensparte wegfallen. Dort arbeiten – einschließlich der polnischen mBank – mehr als 23.000 der 49.000 Commerzbank-Mitarbeiter. Konzernweit fällt gut ein Fünftel der Stellen weg.

Der Rest entfällt auf die Verwaltungsbereiche, in denen die Commerzbank knapp 18.000 Menschen beschäftigt. Verdi-Vertreter Roach kritisierte, dass der Vorstand der Commerzbank um Martin Zielke in den Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern in der vergangenen Woche vage geblieben sei, wo genau die Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. „Das erste Gespräch mit dem Vorstand hat schon seine Taktik offenbart: Die Beschäftigten hinhalten. Man lässt die Angst jedes einzelnen Betroffenen wabern.“ Er forderte, möglichst schnell Klarheit zu schaffen.

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