In der Meerwind-Industrie braut sich was zusammen

Dienstag, 11.10.2016 11:00 von

Das kostspielige Abenteuer, Windräder in den Meeresboden zu rammen, wagte bisher nur Europa. Jetzt könnte ein Weltmarkt für Offshore-Windstrom entstehen. Ohne den globalen Boom bleibt die Branche aber eine teure Nische.

Wer an Martin Neuberts Aussagen zweifelt, bringt den Deutschland-Statthalter des dänischen Energieversorgers Dong nicht etwa in Rage, sondern tut ihm sichtlich einen Gefallen. Bei jeder kritischen Frage wandern seine Mundwinkel langsam nach oben, bis sein Gesicht nur mehr ein breites Grinsen ziert. „Wir sind Skepsis gewohnt“, sagt Neubert dann, um nach einer Kunstpause seine eigentliche Botschaft loszuwerden: „Die technologische Überlegenheit von Offshore-Wind ist unbestreitbar.“

Neubert zieht seine rechte Hand vor die Brust, klappt den Daumen aus und beginnt aufzuzählen. Der Wind bläst stärker und stetiger über dem Meer als an Land, sagt er. Es gebe keine  Bürgerinitiativen gegen Offshore-Wind, die Technik sei in der Bevölkerung akzeptiert. Und nicht zuletzt dank der Beharrlichkeit seines Konzerns, sinken auch die Kosten für die hochsubventionierte Stromerzeugungsart von Monat zu Monat rapide.

Dong plant, baut und betreibt Windparks auf hoher See, bei denen jedes einzelne Windrad teils höher als der Kölner Dom (157 Meter) aus dem Wasser ragt. Die Dänen sind Markführer in diesem Segment. Die Geschäfte laufen blendend. Der Umsatz der Windparte von Dong legte von 2014 auf 2015 um rund 70 Prozent zu. Mehr als 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet der Konzern allein mit seinen Meerwindfarmen.

Es gibt da nur ein Problem: Bis jetzt ist Offshore-Windenergie eine rein europäische Veranstaltung.

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