Immer mehr Gläubiger unterstützen Rückkauf-Offerte

Mittwoch, 28.09.2016 15:00 von

Nach einem jahrelangen Streit hat Kärnten den Heta-Gläubigern eine verbesserte Offerte vorgelegt. Nun lenken immer mehr Geldgeber ein. Ob der Fall damit zu den Akten gelegt werden kann, zeigt sich aber erst im Oktober.

Im milliardenschweren Streit um die österreichische Skandalbank Heta lenken immer mehr Gläubiger ein. Die deutsche FMS Wertmanagement, bisher einer der größten Kritiker, nehme das verbesserte Angebot des Bundeslandes Kärnten an, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. FMS hält nach eigenen Angaben vorrangige Heta-Anleihen mit einem Nominalwert von 295 Millionen Euro. Auch andere Gläubiger stimmten bereits zu.

Ob der jahrelange Streit zwischen den Eigentümern und den Gläubigern der ehemaligen Kärntner Hypo Alpe Adria endgültig zu den Aktien gelegt werden kann, dürfte sich erst Mitte Oktober zeigen. Eine Sprecherin von Finanzminister Hans Jörg Schelling wollte sich vorerst nicht dazu äußern. In Kärnten war niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Damit das Angebot in Kraft treten kann, müssen zwei Drittel der Gläubiger zustimmen, darunter auch mindestens ein Viertel der nachrangigen Gläubiger, die auf den Großteil ihres Geldes verzichten müssen. Das Angebot läuft noch bis zum 7. Oktober. Das Ergebnis wird für den 10. Oktober erwartet.

Der österreichische Bund und das Bundesland Kärnten wollen jene Heta-Schulden zurückkaufen, für die Kärnten haftet. Das Bundesland hatte Garantien für Heta-Anleihen von rund elf Milliarden Euro übernommen, ist nach eigenen Angaben aber nicht in der Lage, die Schulden vollständig zu begleichen.

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