Im Bett mit Michael O‘Leary

Donnerstag, 01.12.2016 21:20 von

„Amazon der Lüfte“ werden – das ist das erklärte Ziel. Aus diesem Grund greift der irische Billigflieger Ryanair jetzt die Reisekonzerne an: Ab sofort können zu Flügen auch Hotelübernachtungen gebucht werden.

Bei Minusgraden in kurzen Hotpants für ein Foto posieren ist nicht einfach. Aber zwei Models haben das geschafft: Leichtbekleidet, bewaffnet mit Papp-Sonne und Werbeschild machten sie am Donnerstag am Londoner Themse-Ufer Werbung für ein neues Angebot der irischen Airline Ryanair.

Ab sofort kann man ein Hotel über den irischen Billigflieger buchen. Flug, Übernachtung und Transfer, „alles zu den günstigsten Preisen“, verspricht Marketingchef Kenny Jacobs, der zusammen mit den beiden Models auf einem riesigen Klappstuhl sitzt.

Es ist ein klarer Angriff auf die großen Reisekonzerne wie Tui (TUI Aktie) und Thomas Cook. „Die Verbraucher haben seit Jahren zu viel für Pauschalreisen gezahlt“, sagt er, „immer mehr wollen sich ihr Reisepaket selbst zusammenstellen.“ Es sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, zu einem „Amazon der Lüfte“ zu werden.

Dieses Ziel hatte Firmenchef Michael O'Leary letztes Jahr ausgegeben. Die Firmenwebsite solle „digitale Plattform für Reiseangebote“ werden, und nicht mehr nur Flüge, sondern eben auch weitere Angebote enthalten. Er wolle Buchungsportale wie Tripadvisor (TripAdvisor Aktie) überflüssig machen, hatte O'Leary angekündigt. Angesichts der Erfolge auf dem Markt für Billigflieger hat er neue Ziele im Visier.

Längst setzt Ryanair nicht mehr nur auf sparsame Urlauber, sondern zunehmend auch auf Geschäftskunden und Familien als Kunden – mit Erfolg. Zuletzt hatte Ryanair einen Quartalsüberschuss von 912 Millionen Euro erzielt, acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der aktuelle Vorstoß lässt die Aktionäre aber kalt. Am Donnerstag lag die in Dublin notierte Aktie minimal in der Gewinnzone.

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