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„Ihr öffentliches Wirken schadet der Partei“

Donnerstag, 24.11.2016 06:40 von

Heftiger Machtkampf in der AfD: Der rechtskonservative Flügel um die Landeschefs Gauland und Höcke wirft dem NRW-Landesvorsitzenden Pretzell „Mauscheleien“ vor. Nun keilt der Lebensgefährte von Bundeschefin Petry zurück.

In der AfD ist der Machtkampf zwischen Anhängern von Parteichefin Frauke Petry und ihren Gegnern wieder offen ausgebrochen. Nachdem die Landesvorsitzenden von Brandenburg und Thüringen, Alexander Gauland und Björn Höcke, am Mittwoch „Mauscheleien in Hinterzimmern“ kritisierten, die dem Co-Landesvorsitzenden von Nordrhein-Westfalen und Lebensgefährten Petrys, Marcus Pretzell, zugeschrieben werden, holt dieser jetzt zum Gegenschlag aus.

„Es reicht, liebe Kollegen, Ihrer beider öffentliches Wirken schadet der Partei“, schreibt Pretzell auf seiner Facebook-Seite. Sein Landesverband werde alles tun, damit die Partei zur Landtagswahl im Mai „ungestört“ antreten könne, „hoffentlich ohne Querschüsse von Landesvorsitzenden, die im Bundestag in der AfD-Fraktion eine starke Flügelfraktion etablieren wollen“. Was es hier zu regeln gebe, regele man selbst. „Auch Spalter vom anderen Flügel, werden hier keinen Boden gewinnen.“

Anlass für den neuerlichen Streit in der AfD ist ein Bericht des Magazins „Stern“, Danach soll Pretzell und seine Anhänger bei der Aufstellung der nordrhein-westfälischen Kandidaten für die Bundestagswahl mit Absprachen ihnen genehme Parteimitglieder durchgesetzt haben. Gauland, der auch Vizechef der Bundespartei ist, und Höcke forderten eine Überprüfung. Im Bundesvorstand gilt Petry als isoliert, Pretzell gehört dem Parteigremium nicht an. Petry soll indes von allen Spitzenfunktionären den größten Rückhalt an der Basis haben.

Der „Stern“ berief sich in seinem Bericht auf eine Chatgruppe im Kurznachrichtendienst WhatsApp. Demnach wurden Wahlparteitage in NRW über WhatsApp gesteuert. Die Delegierten seien dabei „lenkbares Stimmvieh“ gewesen und hätten geheime Anweisungen der Gruppe bekommen, die sich aus Landesvorständen und anderen Funktionären zusammengesetzt habe. Es seien nur Kandidaten protegiert worden, die Pretzell gewogen seien.

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