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IG Metall und Gabriel pochen auf fairen Wettbewerb für Stahlindustrie

Donnerstag, 12.01.2017 16:40 von

BERLIN (dpa-AFX) - Die IG Metall hat die EU zu raschen Entscheidungen zum Schutz der europäischen Stahlindustrie aufgefordert. "Wenn nicht in Kürze die notwendigen Weichenstellungen in Brüssel getroffen werden, sehen wir den Fortbestand einer wichtigen Schlüsselindustrie mit ihren Arbeitsplätzen in Gefahr", sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie Betriebsräten aus der Stahlindustrie.

Nötig sei etwa ein Emissionshandel mit Verschmutzungsrechten der Industrie, "der anspruchsvolle Umweltziele verfolgt, aber gleichzeitig die Stahlindustrie nicht in ihrer Substanz gefährdet". Erforderlich seien zudem effektive Außenhandelsinstrumente, um dem Import von Stahl zu Dumpingpreisen Einhalt gebieten zu können.

Gabriel erklärte, die Stahlbranche sei eine Schlagader der deutschen Wirtschaft: "Zum Überleben braucht sie einen fairen internationalen Wettbewerb." Verzerrungen durch weltweite Überkapazitäten müssten abgebaut werden. Das werde auf europäischer Ebene angestrebt, aber auch im Rahmen der deutschen Präsidentschaft in der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. Dazu gehört auch China./sl/DP/mis