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EU-Strafe von knapp 500 Millionen Euro gegen drei Großbanken wegen Zinsskandal

„Ich traue Donald Trump einiges zu“

Mittwoch, 09.11.2016 18:20 von

Er hat es kommen sehen: Martin Richenhagen, einer von nur zwei deutschen Konzernchefs in den USA, spricht im Interview über die Gründe für Trumps Sieg – und wie die Wirtschaft mit dem neuen US-Präsidenten umgehen sollte.

Die Wahlnacht hat Martin Richenhagen in seiner Heimatstadt Köln verbracht. Erst ein Geschäftsessen, dann ein paar Stunden Schlaf, seit fünf Uhr in der Früh ist der 64-Jährige wieder auf – und erlebt live am Fernseher, wie immer klarer wird, dass Donald Trump der nächste US-Präsident ist. Um punkt neun Uhr kommt Richenhagen in die Handelsblatt-Konferenz in Düsseldorf und legt gleich los: „Anders als Sie bin ich nicht überrascht Die Amerikaner haben das System abgewählt. Das war zu erwarten.“ Richenhagen ist neben Klaus Kleinfeld (Alcoa) der einzige deutsche Topmanager.

Herr Richenhagen, Donald Trump ist neuer US-Präsident. Warum sind Sie von diesem Wahlergebnis nicht überrascht? Mir war klar, dass es ein sehr knappes Rennen sein wird. Die Mehrheit der Amerikaner ist erstens sehr, sehr unzufrieden mit der Politik von Barack Obama. Die Obamacare genannte Gesundheitsreform kommt die Beitragszahler viel teurer als angekündigt, 20 bis 50 Prozent Erhöhung sind nun geplant. Obama hat es zudem geschafft, die historisch höchste Staatsverschuldung hinzulegen. Amerika bräuchte jetzt eigentlich mal ein paar Jahre einen deutschen Finanzpolitiker wie Wolfgang Schäuble. Zweitens: Hillary Clinton ist absolut unbeliebt, und zwar insbesondere bei Frauen, Schwarzen und bei jungen Leuten. Und da hilft es auch nicht, zum Wahlkampfabschluss Beyoncé auf die Bühne zu zerren. Denn die Leute, um die es geht, hören Beyoncé nicht mehr. Hillary Clinton hat auch viel gelogen. Und die Verknüpfung von Spenden, Clinton-Stiftung und dem Amt der Außenministerin hat die Menschen mindestens irritiert.

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