„Ich handele lieber mit der freien Welt“

Montag, 24.10.2016 11:00 von

Dem transatlantischen Handelsabkommen TTIP droht das Scheitern. Fünf namhafte deutsche Unternehmen fürchten nun um die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen – und hoffen auf einen Kompromiss, um TTIP zu retten.

Natürlich ist der Name Trump allgegenwärtig an diesem Abend in Berlin. Amerikaner und Deutsche sind auf Einladung der Amerikanischen Handelskammer gekommen, um über die transatlantischen Beziehungen zu reden, Politiker und Unternehmer. Es ist ja nicht nur ein historisch-kulturelles Band, das die Länder verknüpft, es ist auch der intensive Handel zwischen den beiden großen Volkswirtschaften.

Die westlichen Werte gerieten überall auf der Welt unter Druck, ruft US-Botschafter John Emerson in seiner Eröffnungsrede in den Raum, eine ehemalige Lagerhalle im Berliner Westhafen, der mal der zweitgrößte deutsche Binnenhafen war. Der amerikanische Autobauer Ford hat hier bis 1931 produziert. Nach dem Krieg ging Ford nach Westdeutschland. „Am besten geht es uns, wenn wir zusammenarbeiten“, sagt Emerson.

Natürlich muss da auch über die US-Wahl gesprochen werden. Zumal, wie Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatts, zu Beginn der Debatte anmerkt, wenn eines der fünf deutschen Unternehmen, die hier für ihre Verdienste um die transatlantischen Beziehungen ausgezeichnet werden, fast so heißt wie Kandidat Donald Trump: Trumpf. Vor einigen Jahren sollen Anwälte des Immobilien-Milliardärs deshalb mit der Bitte bei Trumpf vorstellig gewesen sein, den Firmennamen zu ändern. Der schwäbische Konzern hat den Wunsch entschieden abgelehnt.

Nicola Leibinger-Kammüller, der Eigentümerin von Trumpf, bereitet etwas anderes mehr Sorge: Die Haltung der Deutschen gegenüber „unserem stärksten Verbündeten, den USA“. „Verwöhnt“, so nennt sie Landsleute, die gegen das Freihandelsabkommen TTIP demonstrieren, das sich Manager auf beiden Seiten des Atlantiks wünschen, das viele Mitbürger jedoch fürchten.

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