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„Ich dachte, bei der Deutschen Bank geht‘s nicht tiefer“

Donnerstag, 15.09.2016 15:40 von

Er ist einer der bekanntesten deutschen Familienunternehmer. Das liegt nicht zuletzt an Jürgen Heraeus’ großem Engagement für die Gesellschaft. Und daran, dass er nie den Humor verliert – auch nicht bei der Geldanlage.

Sich aufs Altenteil zurückzuziehen und den Ruhestand zu genießen kommt für Jürgen Heraeus nicht infrage. Und das, obwohl der sportliche Unternehmer vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Sein Rat ist noch immer gefragt: Als Vorsitzender der Business-20-Gruppe ist er der Spitzenrepräsentant der Wirtschaft, wenn Deutschland am 1. Dezember 2016 die Präsidentschaft der G20 übernimmt.

Aus dem operativen Geschäft des Familienunternehmens Heraeus hat sich der promovierte Betriebswirt jedoch schon im Jahr 2000 zurückgezogen. Mit seinem Schwiegersohn Jan Rinnert, der sich zunächst als Finanzvorstand beweisen musste, steht aber inzwischen wieder ein Familienmitglied an der Spitze der Holding. Zudem führt Heraeus selbst immer noch den Aufsichtsrat und den Gesellschafterausschuss des Hanauer Technologiekonzerns. Neben weiteren Aufsichtsratsmandaten engagiert er sich als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Komitees für Unicef und der Kathinka-Platzhoff-Stiftung für die Gesellschaft.

Ins Rampenlicht geriet er, als er eine wichtige Rolle bei der Neuausrichtung des Automobilclubs ADAC übernahm. Heraeus scheut sich zudem nicht, zu wirtschaftlichen und politischen Themen Stellung zu beziehen. Als Vater von fünf Töchtern interessiert er sich dabei besonders für Bildungspolitik. Geld verdient das Unternehmen Heraeus übrigens mit der Verarbeitung und dem Handel von Edelmetallen – Jürgen Heraeus’ erste Geldanlage war dennoch kein Gold (Goldkurs).

Name: Jürgen Heraeus

Geburtstag: 2. September 1936

Beruf: Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses beim Hanauer Technologiekonzern Heraeus

Was bedeutet Ihnen Geld? Es ist schön, wenn man es hat.

Wann ist ein Mensch reich? Reich kann sich ein Mensch in erster Linie dann fühlen, wenn er zufrieden ist.

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