"Ich bin kein Börsenpromi, sondern Fondsmanager"

Freitag, 09.09.2016 12:20 von

Die "Promifonds" einiger bekannter Börsianer stehen wegen schlechter Wertentwicklung im Kreuzfeuer. Im Interview wehrt sich Max Otte gegen pauschale Kritik, gibt aber auch Fehler zu und erklärt, wie er arbeitet.

Bekannte Experten wie „Börsenprofessor“ Max Otte oder „Mr. Dax“ Dirk Müller zählen beim Thema Börse zu den gern gesehenen Interviewpartnern und Talkshowgästen. Derzeit stehen sie aber wegen der unterdurchschnittlichen Wertentwicklung ihrer Investmentfonds massiv in der Kritik. Die Vorwürfe, sie hätten aufgrund ihrer hohen Medienpräsenz zu wenig Zeit für ein erfolgreiches Fondsmanagement und Privatanlegern außer Promi-Faktor kaum etwas zu bieten, kontert Max Otte im Interview.

WirtschaftsWoche: Herr Otte, die Performance der von Ihnen betreuten Fonds, dem PI Global Value und dem Max Otte Vermögensbildungsfonds, war auf Sicht von zwölf Monaten schlecht. Der Vermögensbildungsfonds liegt seit dem Start vor drei Jahren mit einem Plus von ungefähr sieben Prozent sogar fast 15 Prozent hinter der Benchmark. Der PI Global Value hat schon im zweiten Jahr in Folge Verluste eingefahren. Die Entwicklung war auch im Vergleich zum Markt unterdurchschnittlich. Laufen Ihnen jetzt die Anleger davon?

Max Otte: Ich habe Kunden, die mir sagen, solange ich Geld verdiene, vertrauen sie mir. Solange es eine ordentliche Rendite gibt, sind auch Schwankungen in Ordnung und sie sind zufrieden. Meine Kunden betreiben kein Fonds-Hopping.

Derzeit ergießt sich viel Kritik über die sogenannten Promifonds. Sie – wie auch Dirk Müller mit seinem „Dirk Müller Premium Aktien“ – wären in den Medien sehr präsent und würden ihre Prominenz nutzen, Millionen von Anlegern einzusammeln. Die Performance Ihrer Fonds enttäusche hingegen, Sie hätten wegen der vielen öffentlichen Auftritte nicht genügend Zeit für Ihre Fonds. Brauchen Sie und Ihr Fonds denn die Medien?

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