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Hitler oder Mutter Teresa

Freitag, 25.11.2016 14:40 von

Verstehen die Eliten tatsächlich das Volk nicht mehr? Herr K. will etwas dagegen tun. Der winzige Kiosk in seiner Straße ist der ideale Ort dafür. Denn dort hofft er, die unverfälschten Stimmen des Volkes zu hören.

Alle sind jetzt gegen Eliten, auch die Eliten. Sie verstehen das Volk nicht mehr, die Eliten, heißt es nach Brexit und Trump allerorten. Herr K. will das ändern. Im Kleinen. Den Dialog aufnehmen. Das scheint jetzt wichtig, um bei der nächsten Wahl nicht selbst unter die Räder zu kommen. Deshalb steht er jetzt in dem winzigen Kiosk seiner Straße herum und wartet darauf, seine „Bild” bezahlen zu dürfen. „Bild” hält er für unverdächtiger als „Spiegel” oder „Manager-Magazin”, womit er sich noch täuschen wird, aber egal. Er ist davon überzeugt, hier die unverfälschten Stimmen des Volkes zu hören. Der Kiosk enttäuscht ihn nicht.

Die Rentnerin mit dem Rollator vor ihm findet „diesen Trump” toll: „Endlich ein Mann mit Format.” „Ändert sich doch nix”, mault der Kioskbesitzer. „Alle gleich.” Ein Arbeiter im Blaumann ruft aus der Lotto-Ecke, die gehörten „alle an die Wand gestellt wie bei meinem Großvater. Und dann ratatatatatata.”

„Nicht hinhören”, sagt der schnauzbärtige Kioskbesitzer. „Der Typ ist ein bisschen irre.” Der Blaumann schreit sich in Rage: „Alles Lügenpresse ... auch die ‚Bild‘. Isch les‘ nur noch Internet.” Herr K. legt die Boulevardzeitung vorsichtig zurück und raunt über den Tresen: „Na ja, aber wahrscheinlich ist ja was dran, oder? Unverfälscht eben.”

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