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Hillary und das „Gefängnisi“

Dienstag, 01.11.2016 05:00 von

Können Trump-Wähler nicht mal buchstabieren? Oder unterdrücken geheime Medien-Mächte die politische Wahrheit in den USA? Eine Geschichte aus Absurdistan.

Unter einem „Hashtag“ bündeln Nutzer von sozialen Netzwerken Diskussionen zu einem Thema. Eines dieser Schlagworte gehört zu den Hauptwaffen Donald Trumps und seiner Unterstützer: #HillaryForPrison, zu deutsch „Hillary muss ins Gefängnis“.Doch dann tauchte am Montag Hunderttausendfach dieses #HillaryForPrision auf, man beachte das eingefügte zweite „i“. Ein massenhafter Vertipper, der den Trump-Anhängern nicht aufgefallen ist? Im Kurznachrichtendienst Twitter entlud sich ein Sturm der Schadenfreude auf maximal 140 Zeichen über vermeintlich dumme Trump-Fans. Nein, konterten die vergrätzt. Das sei nur eine Selbsthilfeaktion gewesen.

Die Nummer zwei nach #HappyHalloween

Das Argument der Anhänger des Tippfehlers: Der kalifornische Dienst habe den ursprünglichen Hashtag unterdrückt, weil er zu populär geworden sei. Laut Branchen-Webseite Cnet war #HillaryForPrison (richtig geschrieben) zeitweilig bis auf die Nummer zwei nach #HappyHalloween vorgestoßen. Doch dann war er wieder verschwunden. Fazit der Trump-Unterstützer: Betrug, Zensur durch Twitter! Die Variante #HillaryForPrision sei deswegen danach geboren worden.Das Ganze begann scheinbar mit einem der typischen Provokations-Tweets, die Donald Trump in die Welt setzt, um dann irgendwann zu behaupten, das habe es nie gesagt. „Wow, Twitter, Google (Alphabet A Aktie) und Facebook (Facebook Aktie) vergraben die strafrechtlichen Ermittlungen des FBI gegen Clinton. Was für verlogene Medien!“, twitterte der republikanische Kandidat am Sonntag. Die Medien und das Internet sind schon lange Trumps Intimfeinde. Zuvor war er bereits mit Facebook über eine angebliche Falsch-Gewichtung seiner Themen und genereller konservativer Themen in den Trends aneinandergeraten, was Facebook strikt zurückweist. Zudem gab es am Montag noch gar keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Clinton.

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