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„Hier ist Energie im Raum“

Sonntag, 13.11.2016 15:20 von

Es war das heißeste Thema auf dem Grünen-Parteitag: Daimler-Chef Zetsche durfte vor den Delegierten der Ökopartei reden. Er betonte die Gemeinsamkeiten – und bekam erstaunlich wenig Buhrufe.

Ein Autoboss auf dem Parteitag der Grünen – es war schon eine Seltenheit, was sich am Sonntag in Münster abspielte. Daimler-Chef Dieter Zetsche durfte auf Einladung des Parteivorsitzenden Cem Özdemir vor den Delegierten sprechen, trotz aller Vorbehalte und Proteste. Und der Industriemanager traf bei der Ökopartei durchaus den Nerv: Für seine Rede bekam er viel freundlichen Applaus.

Der Empfang war weitaus weniger freundlich. Die Grüne Jugend hatte Zetsche zum Start seiner Rede im Saal mit einem Aufmarsch und Buhrufen empfangen. Der Parteinachwuchs hielt Protestplakate mit Losungen wie „Rüstungsexporte für Diktatoren“ in die Höhe. Auf anderen Transparenten wurde ein Umsteuern vom Auto auf Fahrräder und die Schiene verlangt. Doch lammfromme Grüne hatte Zetsche nicht erwartet. „Vielen Dank für den engagierten Einstieg“, begrüßte er die Delegierten. „Hier ist Energie im Raum, das macht mir Spaß.“ Dass etliche junge Grüne sich den berühmten Zetsche-Schnäuzer unter die Nase geklebt hatten, kommentierte er mit einem Scherz: „Einigen von Ihnen steht das richtig gut.“

Und doch waren die Grünen während seiner 15-Minuten-Rede zahmer und ruhiger als erwartet. Geradezu aufmerksam lauschten sie dem, was er zu sagen hatte. Der Daimler-Chef wiederum versprach, die Bühne bestimmt nicht für eine Werbeshow zu missbrauchen. Parteichef Cem Özdemir hatte vorgearbeitet: Sei es nicht auch ein Riesen-Kompliment, dass der Daimler-Chef auftrete?, fragte er mit hochrotem Kopf. „Hier wird die Zukunft der Republik entschieden.“

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