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Henkel und Sanofi begeben Bonds mit Minus-Renditen

Dienstag, 06.09.2016 19:20 von

Erstmals begeben mit Henkel (Henkel Aktie) und Sanofi Unternehmen ohne Staatsbeteiligung Anleihen mit Negativrenditen. Anleger zahlen also an die Firmen, um ihnen Geld leihen zu dürfen. EZB-Käufe drücken die Renditen derzeit kräftig.

Mit ihren neuen Anleihen betreten Henkel und Sanofi Neuland: Erstmals begaben am Dienstag zwei Unternehmen ohne Staatsbeteiligung Papiere mit einer Rendite von unter null Prozent. Der deutsche Konsumgüter-Hersteller Henkel bot nach Informationen der Thomson Reuters-Tochter IFR Bonds im Volumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2018 an.

Die doppelt so schwere Offerte des französischen Pharmaproduzenten Sanofi umfasste Titel, die 2020 auslaufen. Die Rendite beider Anleihen sahen Experten bei minus 0,05 Prozent. Damit müssen Anleger die Firmen dafür bezahlen, ihnen Geld leihen zu dürfen.

Im Juli hatte mit der Deutschen Bahn erstmals ein Unternehmen einen Bond mit einer negativen Rendite – minus 0,006 Prozent – begeben. Da der Bahnbetreiber aber komplett dem Bund gehört, gelten dessen Papiere als Quasi-Staatsanleihen. Der Henkel-Rivale Unilever (Unilever Aktie) und der früher als GDF Suez firmierende französische Versorger Engie (Engie Aktie) emittierten Nullkupon-Titel mit einer Rendite von knapp über Null.

Mit der Ausweitung ihrer Anleihekäufe auf Schuldtitel von Unternehmen hat die Europäische Zentralbank (EZB) auch die Renditen dieser Papiere in den vergangenen Monaten kräftig gedrückt. Mehr als 27 Prozent aller Titel aus diesem Bereich, die mit dem Gütesiegel „Investment Grade“ ausgezeichnet sind, sind für Anleger bereits ein Verlustgeschäft. Jeden Monat kauft die EZB Bonds im Volumen von 80 Milliarden Euro auf.

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