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Heftige Vorwürfe gegen die Telekom

Donnerstag, 01.09.2016 17:40 von

Die Telekom soll vom Doping ihres Rennradteams „Team Telekom“ gewusst haben. Das behauptet der Sportwissenschaftler Andreas Singler. Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe, doch der Singler bleibt bei seiner Meinung.

Der Vorfall ist einer der unerfreulichen in der Historie der Deutschen Telekom: 2007 wurde bekannt, dass das von ihr gesponserte Radrennteam „Team Telekom“ rund um den beliebten Radler Jan Ulrich gedopt hat. Der Konzern stoppte das Sponsoring. Eine Kommission untersuchte, welche Rolle Ärzte des Teams der Universität Freiburg gespielt hatten und welche die Telekom. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Bonner nichts davon gewusst haben.

Dieser Bescheinigung widerspricht nun einer, der früher selber mit in dieser Kommission gesessen hat: Andreas Singler. Der Sportwissenschaftler hat ein Gutachten veröffentlicht, in dem er erklärt: „Vieles, wenn nicht alles, deutet darauf hin, dass das Unternehmen vom Doping der Fahrer wusste“. Die Telekom weist den Vorwurf als „absurd“ zurück. Man habe sich damals bewusst dazu entschieden, die Betreuung des Teams nicht einen Arzt vornehmen zu lassen, der von diesem bezahlt wird, erklärt ein Unternehmenssprechern. Stattdessen haben man das zu dieser Zeit renommierteste deutsche Universitätsklinik als unabhängigen Kontrolleur engagiert.

Hätte der Konzern vom Doping gewusst, würde das im Umkehrschluss bedeuten, er hätte 1991 von den kriminellen Machenschaften der Freiburger Klinik gewusst, so der Sprecher weiter. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt Wissenschaftler Singler jedoch: „Dass die Telekom meine Ergebnisse für absurd hält, war erwartbares Feedback. Sie tut es mit denselben Argumenten, die im Gutachten schon dekonstruiert wurden.“

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