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dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: EZB dürfte Dax über 11 000 führen

Hedgefonds-Abzug steigert den Druck

Freitag, 30.09.2016 01:00 von

Die Nachricht über den Abzug von Geschäft durch Hedgefonds sorgt für Nervosität. Doch Panik wäre eine emotionale Reaktion. Was enthüllt ein nüchterner Blick aufs Geschäftsmodell der Deutschen Bank?

Wenn der Ruf einer Bank einmal angekratzt ist, lassen selbst kleine Anlässe die Nervosität hochkochen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg brachte mit einer Meldung über den Abzug von Kundengeld den Kurs der Deutschen Bank im New Yorker Handel schwer unter Druck, was sich sogar auf die gesamte Börsentendenz an der Wall Street auswirkte.

Offenbar haben rund zehn Hedgefonds entschieden, ihr Derivate-Geschäft mit der Deutschen Bank einzuschränken, darunter Millennium Partners, Rokos Capital Management und Capula Investment. Die Mehrzahl der rund 200 Kunden in dem Bereich bleibt allerdings bei der Stange. Sie nutzen die Bank als Clearing-Haus für ihre Derivate-Geschäfte, also letztlich zur Abwicklung von Käufen und Verkäufen.

Bloomberg zitiert die Stellungnahme eines Bank-Sprechers, er vertraue darauf, dass die „große Mehrheit“ der Kunden „in vollem Umfang“ verstehe, wie „stabil die finanzielle Position“ der Bank sei. Zu einer weitergehenden Stellungnahme war niemand zu erreichen.

Dass die Nachricht so hohe Wellen schlug, ist verständlich. Wenn Bank-Kunden ihr Risiko reduzieren, wollen sie sich damit für den Fall absichern, dass die Bank in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Sobald derartiges Verhalten um sich greift, kann es sich wie eine Panik ausbreiten und damit selbst Geldhäuser unter Druck bringen, deren Finanzen eigentlich in Ordnung sind. Daher ruft die Nachricht ungute Erinnerungen an die letzte Finanzkrise wach, auch wenn entsprechende Befürchtungen wahrscheinlich weit übertrieben sind.

Mit schlechten Nachrichten Geld verdienen

Die Bank ist seit Monaten ins Visier von Hedgefonds geraten, die auf den Verfall der Aktie setzen und damit an jeder schlechten Nachricht verdienen. Und schlechte Nachrichten gab es genug.

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