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'HB': Bank Lloyds prüft wegen Brexit Berlin als Europa-Zentrale

Mittwoch, 15.02.2017 09:55 von

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die britische Lloyds-Bank denkt offenbar bei ihren Brexit-Vorbereitungen über den Umbau ihrer Filiale in Berlin in eine Europa-Zentrale nach. "Es gibt vor Ort bereits einige wichtige Funktionen, die eine vollwertige Tochter haben muss", zitiert das "Handelsblatt" (Mittwoch) aus Finanzkreisen. Der nötige Aufwand, um von Berlin aus das Europageschäft zu steuern, sei überschaubar. Es müsse der rechtliche Status geändert und die Tochter mit Kapital ausgestattet werden. Allerdings dürfte sich die Zahl der Mitarbeiter, die man zusätzlich noch von London nach Berlin schicken oder dort rekrutieren werde, in Grenzen halten. Die Bank wollte sich laut der Zeitung nicht zu ihren Brexit-Plänen äußern.

Lloyds (Lloyds Aktie) wäre die erste Großbank, die von der Spree aus ihre Europageschäfte erledigen will. Konkurrenten wie HSBC und Barclays sowie US-Investmentbanken wollen wohl Frankfurt, Dublin oder Paris den Vorzug geben. Vor wenigen Wochen berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg aber noch unter Berufung auf eine eingeweihte Person, dass die Bank im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der EU auf Frankfurt setze. Lloyds, deren Schwerpunkt auf dem Heimatmarkt liegt, hat nur vergleichsweise kleine Aktivitäten in der EU. Großbritannien hatte die Bank in der Finanzkrise mit einer milliardenschweren Kapitalspritze vor dem Untergang gerettet.

Die Briten hatten im Sommer für einen EU-Austritt gestimmt. Ihre Premierministerin Theresa May sagte jüngst in einer Grundsatzrede zum Brexit, Großbritannien werde aus dem EU-Binnenmarkt ausscheiden. May will stattdessen einen umfassenden Freihandelsvertrag mit der EU schließen. Auch der Zollunion in ihrer bisherigen Form will Großbritannien nicht mehr angehören.

Banken brauchen für Dienstleistungen in der EU rechtlich selbstständige Tochterbanken mit Sitz in einem EU-Staat. Derzeit können sie grenzüberschreitend größtenteils frei agieren. Der geplante Brexit lässt aber - je nach Deal - zweifeln, ob Banken ihre Geschäfte künftig uneingeschränkt von der Insel aus weiterführen können./mne/jha/stb