Hand in Hand ins Internet

Mittwoch, 02.11.2016 17:00 von

Eine Kfz-Versicherung schließen viele Kunden schon heute am liebsten online ab – bald vielleicht auch die Lebensversicherung. Der deutsche Marktführer stellt sich darauf ein – will aber seine Vertriebspartner nicht verprellen.

Die Allianz (Allianz Aktie) Leben will Versicherungen im Internet nicht billiger anbieten und damit ihre Vertreter schützen. „Ein Produkt hat seinen Preis – die Beratung ist dabei inbegriffen“, sagte Produktvorstand Alf Neumann der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. „Wir sind daher bewusst überall mit den gleichen Preisen für das gleiche Produkt unterwegs – egal ob es online, über ein Vergleichsportal oder einen Allianz-Vertreter verkauft wird.“ Deutschlands mit Abstand größtem Lebensversicherer gehe es darum, alle Zugänge der Kunden zu erhalten. „Deshalb sehen wir den Fokus unserer Arbeit darin, den Vertrieb auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten.“

Neumann will damit verhindern, dass junge Internetfirmen („Insurtechs“) den Versicherungsvertretern das Wasser abgraben und zum alleinigen Bindeglied zwischen dem Versicherer und den Kunden werden. „Vor Insurtechs habe ich keine Angst, aber wir können viel von ihnen lernen“, sagte er.

Die Berührungsängste gegenüber Online-Versicherungsportalen wie Check24 und Verivox will Neumann abbauen: „Wir müssen auch auf Vergleichsportalen präsent sein, auch wenn diese Vergleiche nicht immer fair sind.“ Zahlreiche Versicherer und ihr Vertrieb fürchten die Transparenz dieser Anbieter.

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