Händler, traut Eurem Bauchgefühl!

Dienstag, 20.09.2016 15:20 von

Gefühle und Leistung gehen Hand in Hand auf dem Aktienmarkt. Eine neue Studie zeigt: Händler, die auf ihr Bauchgefühl hören, verdienen mehr Geld. Auch langjährige Berufserfahrung scheint dabei zu helfen.

Gelten Bauchgefühle heutzutage als valide Signale für Marktentscheidungen oder sind sie lediglich lästige Anzeichen für Unsicherheit und Zerrissenheit? Inwiefern sollten Händler bei Kapitalmarktentscheidungen dem inneren Antrieb trauen, wenn es um die Bewertung neuer Tendenzen geht?

Ein ehemaliger Derivate-Händler, der inzwischen als Neurowissenschaftler arbeitet, ging genau dieser Frage nach. Und John Coates kam zu dem Ergebnis: Händler, die vermehrt auf die Signale ihres Körpers hören, verdienen mehr Geld und überleben insgesamt länger in der Branche als die Konkurrenz.

Zusammen mit Medizinwissenschaftlern von der University of Cambridge untersuchte er die Physiologie von insgesamt 18 männlichen Hochfrequenzhändlern, die bei einem Londoner Hedgefonds arbeiten. Die Ergebnisse wurden in dieser Woche im Online-Magazin „Scientific Reports“ veröffentlicht. Das Kernresultat: Diejenigen Händler mit Risikoneigung, die ihre eigene Herzfrequenz besser schätzen konnten, verdienen mehr Geld als jene Kollegen, die bei dieser Aufgabe weniger überzeugten.

„Wir wussten, dass Physiologie für gewöhnlich genauer Risiko und Chance auf den Märkten widerspiegelt als die bewussten Bewertungen von Menschen“, sagt Coates in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wenn es derart wertvolle Handelssignale bei unseren Körperreaktionen gibt, ist es dann möglich, dass Menschen, die diese physischen Veränderungen besser bemerken, Zugang zu unbezahlbaren Handelssignalen haben?“

Bei dieser Untersuchung wurden die Testteilnehmer darum gebeten, ohne Pulsfühlung ihre Herzschläge zu zählen – und zwar in zufällig ausgewählten Zeitintervallen. Die Schätzungen, so Coates, wurden in der Folge mit der tatsächlichen Herzfrequenz verglichen.

Erfahrung hilft im Berufsalltag

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.