Hacker legen bekannte Internetseiten lahm

Samstag, 22.10.2016 09:40 von

Twitter, Netflix (Netflix Aktie), Spotify und Paypal: Wegen massiven Cyberangriffen ging stundenlang nichts mehr bei den populären Webseiten. Web-Dienstleister Dyn spricht von einer listigen Attacke. Ein Hackerkollektiv bekennt sich.

Cyberangriffe haben etliche Webseiten und Online-Dienste wie Twitter, Netflix, Spotify und PayPal (PayPal Aktie) lahmgelegt. Ins Visier wurden dafür gezielt Server des Internetdienstleisters Dyn genommen, wie das Unternehmen mit Sitz in Manchester im US-Staat New Hampshire mitteilte. Nicht erreichen konnten Nutzer zeitweilig auch Websites von Medien wie CNN, der „New York Times“, dem „Wall Street Journal“ sowie von einigen Angeboten des Online-Händlers Amazon (Amazon Aktie).

Demnach erfolgten die sogenannten DDOS-Attacken, bei denen Webseiten massiv mit Datenverkehr verstopft und damit außer Gefecht gesetzt werden, in drei Wellen. Auf von Dyn bediente populäre Webseiten konnten Nutzer in den USA, aber auch in Europa, in der Folge nicht zugreifen. Eine Hackergruppe bekannte sich. Das Weiße Haus sprach von bösartigen Attacken. Das Heimatschutzministerium habe Ermittlungen aufgenommen.

Das ganze Ausmaß der Behinderungen war zunächst kaum abzusehen. Doch stellt Dyn einigen der größten Namen im Netz Domainnamen bereit, womit aus numerischen Webadressen erst überhaupt vom Menschen lesbare Zieladressen wie „Twitter.com“ werden. Kyle York, der Chefstratege von Dyn, sagte, es sei gerade die „Komplexität der Attacken, die es uns so schwer macht.“ So sei gegen 7:00 Uhr (Ortszeit) zunächst ein Datenzentrum an der US-Ostküste getroffen worden. Nach Firmenangaben waren die Dienste rund zwei Stunden wiederhergestellt worden.

Doch dann hätten sich die Hacker auf Offshore-Datenzentren verlegt, und die Probleme seien weitergegangen, sagte York Reportern in einer Telefonkonferenz. „Es war eine sehr listige Attacke. Als wir damit anfangen, das zu entschärfen, reagieren sie und beginnen, den Bogen zu überspannen.“

Von der zweiten Angriffswelle war die US-Westküste betroffen.

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