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RWE erwartet keine Milliarden- Entschädigungen wegen Atomausstiegs

Großbritannien und EDF unterzeichnen AKW-Vertrag

Donnerstag, 29.09.2016 21:40 von

„Hinkley Point C“ – so heißt das neue Atomkraftwerk, das nach Verhandlungen zwischen Großbritannien und dem französischen Stromkonzern EDF nun gebaut wird. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Milliardeninvestition.

Nach jahrelangen Verhandlungen haben Großbritannien und der französische Stromkonzern EDF einen Vertrag zum Bau des Atomkraftwerks Hinkley Point C unterschrieben. Es handelt sich um den ersten Bau eines Atommeilers in Großbritanniens seit Jahrzehnten. Minister beider Länder sowie aus China nahmen an der Zeremonie am Donnerstag in London teil. Auch ein chinesisches Unternehmen ist an dem 18 Milliarden Pfund (20,9 Milliarden Euro) teuren Projekt beteiligt.

Die britische Regierung hatte dem Projekt erst kürzlich zugestimmt. Energieminister Greg Clark meinte, Hinkley Point sei ein wichtiger Schritt zur künftigen Energieversorgung mit geringer CO2-Belastung.

Der EDF-Verwaltungsrat hatte kürzlich Bedingungen der britischen Regierung akzeptiert. So soll der Konzern seine Kontrollbeteiligung an dem Kraftwerk vor der Fertigstellung nicht ohne Zustimmung der Londoner Regierung verkaufen können.

EDF hatte den Deal bereits im Juli nach langen Diskussionen abgesegnet, die britische Regierung hatte das Projekt daraufhin aber überraschend nochmals überprüft. Mitte September gab sie grünes Licht, stellte aber Bedingungen. So soll EDF seine Kontrollbeteiligung an dem Kraftwerk vor der Fertigstellung nicht ohne Zustimmung der Regierung verkaufen können.

Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) schultern. Im März war der EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob das Unternehmen die Milliardeninvestition stemmen kann.

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