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17.11.17
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Goldpreis neigt zur Schwäche

Dienstag, 14.11.2017 17:19 von GodmodeTrader

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Wer in diesem Jahr in Gold investiert hat, kann bisher einen Gewinn von 11 Prozent vorweisen. Die zahlreichen (geo-) politischen Krisenherde und das Regierungschaos in Washington lieferten dem „sicheren Hafen“ Gold regen Zulauf und trieben den Preis an. Doch seit Monaten herrscht Kursebbe. Seit Anfang September ist eine Abwärtsbewegung im Gang, der Goldpreis sank auf Sicht der vergangenen drei Monaten um ein Prozent.

Grund der Seitwärtsbewegung waren Zinserhöhungsfantasien. Der Markt geht mittlerweile zu über 90 Prozent von einem US-Zinsanstieg im Dezember aus, im August waren es nur 40 Prozent gewesen. Steigen in den USA die Zinsen an, sinkt in aller Regel der Goldpreis. Denn Gold wird dadurch als Anlage weniger attraktiv, da es keine Zinsen abwirft. Patrick Harker, Chef der regionalen Notenbank von Philadelphia und in diesem Jahr im geldpolitischen Ausschuss der Fed stimmberechtigt, hat sich bereits so gut wie festgelegt. Er habe bereits eine weitere Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte ein Stück weit eingeplant, sagte Harker am Montag.

Die Anzahl der US-Zinsschritte in diesem und im kommenden Jahr dürften für die weitere Entwicklung des Goldpreises sehr relevant sein. Viele Experten rechnen auf Sieht der kommenden 12 Monate mit bis zu drei Zinsschritten. Dies würde die Fed Funds-Rate von aktuell 1 bis 1,25 Prozent auf 1,75 bis 2 Prozent erhöhen. Laut den Fed Funds Futures rechnet der Markt für dieses Szenario aktuell aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 30 Prozent.

Die spekulativen Finanzinvestoren haben gemäß CFTC-Statistik derweil Gold wieder Vertrauen geschenkt und in der Woche zum 7. November wieder Netto-Long-Positionen aufgebaut.