Goldpreis fällt auf Neun-Monats-Tief

Donnerstag, 24.11.2016 14:00 von

Zwei Wochen nach der US-Wahl wurde der Druck auf Gold (Goldkurs) zu groß: Die guten Aussichten für die US-Wirtschaft lassen das Edelmetall unter 1.200 Dollar (Dollarkurs) stürzen. Doch mittelfristig sieht das alles ganz anders aus.

Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals seit neun Monaten unter die Marke von 1.200 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) gefallen, genau genommen auf 1.183 Dollar. Dennoch könnte der Chef von Deutschlands größtem Goldhandel Degussa kaum entspannter sein. Denn die Geschäfte laufen gut für Wolfgang Wrzesniok-Roßbach: „Für uns gibt es einen Schub, wenn der Preis sinkt. Unsere Kunden nutzen das als Kaufgelegenheit.“

Die Ursache für den jüngsten Goldpreis-Rutsch ist weniger ein konkretes Ereignis als vielmehr der anhaltende Druck durch den starken Dollar. Die US-Währung hat seit der Wahl Trumps um knapp sieben Prozent aufgewertet. Das verteuert das Edelmetall in Fremdwährungen. „Gute US-Konjunkturdaten, die in einem weiter aufwertenden US-Dollar resultierten, hatten gestern Nachmittag die nächste Verkaufswelle ausgelöst“, kommentieren die Analysten der Commerzbank (Commerzbank Aktie).

Zudem rückt die Zinsentscheidung der Fed im Dezember näher, auf der die Notenbanker aller Voraussicht nach den US-Leitzins erhöhen werden. Dieses Ereignis schwächt Gold ebenso, weil Anleger dann vermehrt in Produkte investieren, die Zinsen abwerfen. Bei Gold hingegen fahren sie nur dann Gewinne ein, wenn der Preis steigt.

Die Folgen dessen sind etwa am größten Gold-Indexfonds, dem SDPR Gold Trust, abzulesen. Er ist mit physischem Gold hinterlegt. Konnte er zu Beginn des Jahres noch kräftig zulegen, zogen Anleger seit der US-Wahl konstant Geld ab. Der Bestand des Fonds sank seit dem 9. November um 64 Tonnen auf 891 Tonnen Gold. Zu den prominenten Gold-Aussteigern zählen etwa der Star-Investor Warren Buffet oder der Hedgefonds-Manager Stanley Druckenmiller.

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