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Goldminenaktien: wohin geht jetzt die Reise?

Samstag, 10.09.2016 08:01

Der Start ins erste Halbjahr 2016 war für Goldminenaktien geradezu sensationell. Bis zu 700 % schossen die Notierungen vieler Unternehmen in die Höhe. Seitdem die Kurse seit Sommerbeginn jedoch wieder zunehmend rückläufig sind, erreichen uns immer mehr Leserzuschriften mit der Frage, wie sich der Markt weiterentwickeln wird. Behalten, verkaufen, aufstocken? Es ist verständlich, dass viele Investoren besorgt sind, vor allem, wenn man das Trauerspiel der letzten 5 Jahre hautnah miterlebt hat.
Nun, der mögliche Weg ist ohne das Zusammenführen mehrerer Faktoren nicht leicht erkennbar. Man muss sich vorab erst einmal die Frage stellen, welche Argumente für oder gegen einen weiter steigenden Goldpreis sprechen. Schließlich leiten sich daraus die Gewinne der Unternehmen und deren Kurspotential an den Börsen ab.
Unsere Redaktion bekam in den letzten Wochen enorm viele Berichte von internationalen Analysten in denen vor überhitzten Kursen der Goldminenaktien gewarnt wird. Auch der Goldpreis solle wieder einbrechen. Es wird überwiegend ein düsteres Szenario für die kommenden Monate gezeichnet. Versuchen wir mal, der Sache auf den Grund zu gehen, denn es steckt zwar in jeder Analystenaussage immer ein Körnchen Wahrheit, aber es muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes bedeuten.
Börsenbriefschreiber Danny Deadlock von Microcap.com schreibt z.B. in einem Artikel auf LinkedIn, dass die Unze Gold (Goldkurs) in den Reserven, die ein Unternehmen hat, derzeit annähernd so teuer über den Aktienkurs gehandelt wird, wie im Jahre 2011, als der Goldpreis noch um 1900 USD notierte. Und das würde künftig bei den aus seiner Sicht aktuell überhitzten Werten auf stark fallende Kursnotierungen hinweisen.
In mir vorliegenden Statistiken aus den Jahren 2010 und 2011 waren Werte (ermittelt aus den Erlösen bei Firmenübernahmen) von bis zu USD 200,- je Unze im Boden Durchschnitt, und nicht, wie es der Autor beschreibt Höchstwerte. Nicht nur für die Reserven, sondern für jede angezeigte Ressource. Reserven wurden damals mit über USD 350,- je Unze gehandelt, auch wenn das Unternehmen noch gar nicht in Produktion war. Davon sind wir heute noch meilenweit entfernt. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, werden Assets mit Ressourcen noch immer mit weit weniger Kaufpreis als damals je Unze übernommen. Vor allem in Australien ist auffällig, das zwar zum Teil der Kaufpreis der Liegenschaft, bezogen auf die Ressource, hoch erscheint, aber wenn eine fast betriebsbereite Produktionsstätte samt Infrastruktur vorhanden ist, so relativieren sich die Zahlen wieder.
Aber zwei verschiedene Ären miteinander zu vergleichen, wie es einige Analysten aber dennoch machen, kann nur zu falschen Schlüssen führen. Noch dazu, wenn man, wie die meisten westlichen Analysten im Goldminensektor ausschließlich die kanadische TSX und TSX-V heranzieht und dabei keinen Gedanken an die Parallelbörse Australien verschwendet. Daher mahne ich bei Leseranfragen dazu immer zur Vorsicht, da diese sehr einseitig gefärbten Analysen zumeist nicht wirklich aussagekräftig sind. Persönlich nutze ich für den Überblick ausschließlich Analystenberichte, die beide Börsen, also sowohl die kanadische als auch die australische beleuchten. Da steckt einfach mehr Glaubwürdigkeit dahinter.
Generell stehen in heutiger Zeit die...
 
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