Goldbergwerk raubt einer Stadt das Leben

Dienstag, 29.11.2016 12:20 von

Die südamerikanische Stadt Langa Tabiki im Regenwald von Surinam verödet durch ein von einer US-Firma betriebenes Goldbergwerk. Ein Segen für die einen – ein Fluch für die anderen. Bergleute und Firmen fliehen.

Schlammige Fußwege winden sich an leerstehenden Häusern vorbei, viele der Gebäude sind in sich zusammengefallen. Dutzende Läden und Bars haben geschlossen. Der prominenteste Einwohner, ein Stammesführer, ist weggezogen.

Willkommen in Langa Tabiki, einer einst blühenden Stadt im Regenwald von Surinam, reich an Geschichte und Kultur. Seit Kurzem betreibt eine US-Firma in der Nähe ein Goldbergwerk, was der Regierung in dem kleinen südamerikanischen Land mit hoher Inflation dringend benötigte Einkünfte beschert. Aber das Unternehmen hat zugleich das stark von Probegrabungen abhängige Langa Tabiki in eine Geisterstadt verwandelt.

Tausende unabhängige Bergarbeiter haben die Gegend verlassen – vertrieben von Soldaten und privaten Sicherheitskräften, die sie von dem rund 5200 Kilometer großen Waldgelände fernhalten wollten, das die Regierung der Firma Newmont Mining (Newmont Mining Aktie) als „Interessengebiet“ zugeteilt hat. Nur noch ein paar Nachzügler sind noch geblieben.

„Die meisten Leute sind bereits in andere Orte im Land gezogen, um ihr Glück zu versuchen“, sagt Tjamie Ceder, der zu den wenigen gehört, die noch ausharren.

Die Stadt liegt etwa 17 Kilometer vom Merian-Bergwerk entfernt. Sie ist Heimat des Paramaka-Volkes, einer von mehreren kleineren Gruppen, die von Einheimischen und afrikanischen Sklaven abstammen und nach jahrzehntelangem Krieg mit der Regierung und Söldnern Kontrolle über ihr Land gewannen. Es ist eine Region, in der die Menschen stolz auf ihre Unabhängigkeit von einer entfernten Zentralregierung sind.

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